6 Monate Vanlife Uruguay, Argentinien, Chile – 6 Begegnungen

RoadTrip-GirlArgentinien, Chile, Kunterbuntes, Uruguay Leave a Comment

Wir reisen jetzt seit 6 Monaten in Uruguay, Argentinien und Chile umher, sind um die 15000 km Strecke gefahen und durften viele schöne Momente, Ereignisse und Begegnungen erleben. Einige möchte ich hier mit euch teilen.

Begegnung 1: Der Kombi Klub Uruguay und T3 Club Chile

Fast kein Spanisch zu sprechen war extrem schade, doch mit Händen und Füssen, Zeichnungen, ein wenig Englisch ging es irgendwie und wir durften ein wirklich schönes Wochenende mit den Klubmitgliedern verbringen. Jeder einzelne war bemüht uns in die Familie aufzunehmen. Mister RoadTrip fachsimpelte über Büsslis und ich unterhielt mich mit den Mädels über Mädelskram. Bis jetzt ist der Kontakt zu der Kombi Klub Familie geblieben und wir freuen uns, wenn wir die Jungs und Mädels wiedersehen. Dann wird es auch mit der Verständigung ein wenig besser sein.

Im wirklichen Leben noch nie getroffen und doch so hilfsbereit wie wenn man gute Freunde wäre. Die T3 Familie in Chile. Wie im Beitrag zuvor schon geschrieben, wurde uns geholfen ohne wenn und aber. Wir trafen in der Zwischenzeit zwei Mitglieder der Gruppe und freuen uns, wenn wir auf unserer Reise noch mehr im „realen“ Leben, von Angesicht zu Angesicht kennenlernen dürfen. Auch wenn ich mich wiederhole, die VW Bus Gemeinschaft ist wirklich weltweit eine Familie und es ist schön ein Teil davon zu sein.

Begegnung 2: Der Garagenmitarbeiter in San Antonio

Ich habe selten einen Menschen gesehen, der so voller Begeisterung uns Tipps und Tricks weitergab wie er es tat. „Hier ist es besonders schön und dort gibt es das und das zu sehen. Die Strasse ist toll und bei xxx isst man gut.“ Herzlich und voller Leidenschaft! Auch mit ihm stehen wir noch in Kontakt und das obwohl wir nur einige wenige Stunden mit ihm verbracht haben.

Begegnung 3: Pivo und ihre zwei Retterinnen

Die zwei Mädels die wir in Argentinien auf der Ruta 12 mitgenommen haben. Dank ihnen musste die arme Pivo nicht verhungern und ich finde es wunderbar, dass es solche Menschen gibt. Darüber habe ich schon geschrieben. Zum Beitrag

Begegnung 4: Tiere

Keine menschliche Begegnung, doch wenn man alle diese Tiere sieht, die man nur vom Fernsehen oder Zoos kennt, ist und war es überwältigend. Wale, Delfine, Guanakos, Kolibris, Stinktiere, Papageien, wilde Meerschweinchen, Gürteltiere, Huemules, Condore, Robben, Seelöwen, Seeelefanten, Magelan Pinguine, Königspinguine, King Salmons und Vogelspinnen. Diese Tiere in freier Wildbahn und meist nur wenige Meter von uns entfernt.

Begegnung 5: King Salmon

Wir trafen ein anderes Schweizer Pärchen unterwegs und verbrachten einige Tage mit ihnen. Mister RoadTrip bekam Tipps fürs fischen und wir erlebten, das Housi (fiktiver Name) weiss wovon er spricht. Während ich im Bus zu tun hatte, ging Mister RoadTrip mit Housis Freundin an den Hotspot, wo Housi schon am fischen war. Zur richtigen Zeit wie es sich herausstellte. Housi hatte einen Fisch am Haken der sich nicht so leicht geschlagen geben wollte. Ein King Salmon kämpfte am anderen Ende der Schnur, doch Housi liess nicht locker. Nach einer kleinen Ewigkeit hat er ihn und kann ihn an Land ziehen. Doch so einfach war es dann doch nicht den Fisch rauszuziehen. Irgendwie verhakte sich der Köderhaken in Housis Hand. Eine heikle Angelegenheit den Fisch ruhighalten und gleichzeitig den Haken aus der Hand zu operieren. Es war ja nicht so, dass der Fisch klein und schnusig war. Nein, das war ein 1 Meter 15 langes und 15 Kilo schweres Kaliber. Dank Housis Freundin, die half den Haken zu lösen, ging das Ganze doch noch gut aus. Für den Fisch leider nicht. So kamen wir in den Genuss die nächsten Tage Lachs in allen Variationen zu kochen und zu essen. Köstlich wars und ein unvergessliches Erlebnis.

Begegnung 6: Zwei ältere Damen aus der Schweiz

Wie wir vor unserem Stitch standen, kamen überraschend zwei ältere Damen aus der Schweiz zu uns und fingen mit uns zu plaudern an. Die zwei waren so herzlich und voller Energie. Als sie uns ihre Geschichte erzählten, hatten wir doch ein wenig Mitleid mit ihnen. Kaum dass sie in Buenos Aires angekommen waren, wurden ihnen die Rucksäcke geklaut mit allen Wertsachen drin. Pass weg, kein Geld mehr und die Mobiltelefone, wie auch Kameras einfach nicht mehr da. Sie erzählen uns das Ganze mit einem Lächeln und wir merkten sofort, dass sie sich nicht unterkriegen liessen deswegen. Trotz allem haben sie das Beste aus der Situation gemacht und wollten nun die Zeit die sie hier zur Verfügung haben geniessen. Eine der Damen meinte, das einzig traurige sei, dass sie keine Fotos machen könnten, bis sie in der nächst grösseren Stadt die Möglichkeit hätten, sich eine zu besorgen. Wir plauderten noch ein wenig und tauschten Tipps aus. Als sie sich verabschiedet hatten und schon ein kleines Stück entfernt waren, hatten Mister RoadTrip und ich den selben Gedanken. Wir hatten noch eine Kamera bei uns die wir nicht einmal auf unserer Reise gebraucht haben. Wieso sollten wir diese nicht an die zwei lieben Damen weitergeben, die so gerne Fotos gemacht hätten. Während Mister RoadTrip die Kamera raussuchte, spurtete ich den beiden Damen nach und rief sie zurück. Als sie hörten, dass wir ihnen die Kamera geben wollten, hättet ihr ihre Gesichter sehen sollen. Überraschung, Freude und Fassungslosigkeit spiegelte sich auf den Gesichtern der beiden. Wir wurden gedrückt und sie bedankten sich überschwänglich bei uns. Zwei so strahlende Gesichter haben wir schon länger nicht mehr gesehen. Wir freuten uns mit ihnen und sind glücklich, dass wir uns so entschieden hatten.

Es gäbe noch viele Begegnungen mehr, die es verdient hätten hier aufgeführt zu werden. Begegnungen mit anderen Reisenden, mit Einheimischen oder Erlebnisse mit Tieren. Doch fürs Erste reichen diese Sechs und alle anderen sind sicher im Herzen und in den Erinnerungen.

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