Am Freitag gegen Mittag fuhren wir los Richtung Ederswiler. Ein kleines Dorf nahe der französischen Grenze. Jetzt fragt ihr euch sicher, was es denn da so tolles zu sehen gibt, dass man da hin muss. Es ist wirklich ein schnuckeliges kleines Dörfchen, doch was wir das ganze Wochenende sahen waren keine Museen, keine aussergewöhnliche Kathedrale oder irgendwas was man auf einer To Do Liste abgehakt haben will. Nein es war etwas ganz anderes. Eine Motocross- Piste!
Ja ein Männerspielplatz sondergleichen! Es war aber keineswegs eine staubige Piste da es leicht geregnet hatte. Dadurch war die Piste so richtig schlammig.
Wir kamen an und haben unser Ticket in der Halle abgeholt. Dort wurden wir von den Veranstaltern, den Nordwest Equipment, herzlich begrüsst und einige Worte ausgetauscht. Da es das erste Mal war, dass wir beim Overland Weekend dabei waren, wurde uns das Ganze erklärt. Wann man fahren darf, wo man campen kann und welche Vorträge uns erwarten werden.
Nach dem tollen Intro suchten wir uns nun ein Plätzchen. Ich bin ja der Angsthase schlechthin was offroaden mit Stitch betrifft. Ich weiss, dass Mister RoadTrip fahren kann, doch da unser Bulli ja im nächsten Jahr unser Zuhause wird für eine hoffentlich lange Zeit, habe ich sehr grossen Respekt davor, dass irgendetwas kaputt gehen kann.
Wir fahren nun also los, links und rechts spritzt der Schlamm hoch und ein fettes Grinsen macht sich auf dem Gesicht von Mister RoadTrip breit. Nicht so bei mir… Ich werde immer ruhiger und meine Gesichtsfarbe passt sich immer mehr und mehr meinem weissen Pullover an.
Mister RoadTrip hat sich ein Plätzchen ausgesucht. Auf einer Anhöhe ist eine kleine Wiese mit einem tollen Stellplatz. Die Frage war nur, wie kommt man da am einfachsten rauf? Ein Blick zu Mister RodTrip und meine Befürchtungen werden wahr… Einfach drauflos, am Besten gerade nach oben. Nur hatte Mister RoadTrip Stitch ein kleines bisschen überschätzt. Die ausgesuchte Piste war wie Schmierseife. In der Hälfte wollte Stitch dann doch nicht mehr weiter und wir blieben stehen. Nun da es nicht nach oben weiterging, blieb uns nichts anderes übrig, als die ganze Strecke wieder rückwärts nach unten zu bewältigen.

Es schlitterte und rutschte. Wir kamen quer und dann doch wieder gerade. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie es mir dabei erging. Unten angekommen, wurde nicht etwa aufgegeben, nein… Wir fuhren einfach eine andere Strecke. Diese meisterte Stitch zum Glück. Ein wenig Gerutsche war auch da nicht zu vermeiden, aber wir erreichten dann doch den ausgesuchten Platz.
![20160916_142948[1]](http://roadtripgirl.ch/wp-content/uploads/2016/09/20160916_1429481-e1474404178636-576x1024.jpg)
Trotz allem hat es sich wirklich gelohnt da wir eine echt schöne Aussicht hatten.

Zu uns gesellten sich später noch ein Landrover Defender und ein VW T6. Bald war es an der Zeit für den ersten Vortrag. Es wurden wunderschöne Bilder gezeigt von einer Reise durch Marokko mit einem Bulli. Untermalt wurde das Ganze durch leise Gitarrenklängen live gespielt. Gänsehaut pur und das Fernweh fängt einen ein. Danach machten wir uns wieder auf den Weg zu Stitch. Noch einen kleinen Schlummertrunk und die Aussicht geniessen, bevor es dann hiess, ab in die Heia.
Um vier Uhr in der Früh wurde ich durch heftigen Regen geweckt. Mein erster Gedanke war: „Wenn das länger so regnet, wie um alles in der Welt kommen wir hier wieder runter?“ Ich stelle mir schon vor, wie ein Hubschrauber kommt und unseren Stitch runterfliegt. Doch zum Glück hielt der Regen nicht allzulange an. Trotzdem war es doch sehr nass und schlammig. Der ideale Spielplatz für grosse Jungs!

Mister RoadTrip fuhr einige Runden und er genoss es in vollen Zügen.
Wir freuten uns sehr als wir sahen, dass Conny und Remo mit ihrem VW Bus ankamen. Die Zwei waren unsere ersten Opfer als wir unsere Reise zu planen anfingen, da sie schon mit ihrem Bus in Südamerika waren.
Wir wechselten unseren Stellplatz und gesellten uns zu ihnen. Spontan veranstalteten wir einen Raclette Abend. Das ist das schöne an einem Bulli. Das Raclette Öfeli ist immer mit dabei und schnell sind die Kartoffeln gar. Gutes Essen in guter Gesellschaft ist unbezahlbar. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon bald ist wieder 20.30 Uhr. Zeit für den zweiten Vortrag. Dieser wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen, da er über Südamerika war.
Ganz tolle Bilder verzauberten uns auch diesmal wieder und bestärken uns umsomehr unser Vorhaben durchzuziehen. Mit unserem Traum vor Augen, verliessen wir die Vortragshalle und träumten in unserem Bulli weiter. Kuschelig warm dank Standheizung, schliefen wir herrlich durch bis zum Morgen. Es wurde gesagt, unsere Standheizung töne wie ein Helikopter im Landeanflug, wobei ich das nicht ganz so sehe. Eher wie ein brummender Bär oder eine tief gurrende Taube oder einfach wie Stitch wenn er zufrieden ist.
Gegen Mittag hiess es dann für uns Abschied nehmen und wir verliessen das Overlander Weekend mit vielen schönen Eindrücken von denen wir noch lange zehren dürfen.
Ein echt empfehlenswerter Event!
Noch mehr Fotos seht ihr auf Overlander Weekend.
Hättet ihr auch Spass auf so einer Piste oder eher nicht?


Comments 2
Super Interressant zu lesen danke macht richtig spass danke Roadtripgirl
En gruess an Mister Roadtrip
Author
Hallo Andi
Hab mich riesig über deinen Kommentar gefreut!
Werde es Mister RoadTrip gerne ausrichten 😉
Liebe Grüsse an alle