Wenn man wie wir, längere Zeit unterwegs ist in einem VW Bus, braucht es die eine oder andere Regelung. Wozu? Damit man sich nicht in die Quere kommt. Auch wenn es toll und super und trallala ist, mit einem kleinem Haus auf Rädern unterwegs zu sein, die absolute Freiheit zu geniessen und das machen wozu einem gerade ist. Ohne Regeln geht es dann aber doch nicht. Zumindest nicht bei uns. 😉
Regel Nummer 1 im VW Bus: Es bewegt sich immer nur einer
Gerade beim kochen mussten wir schnell merken, dass wir uns sowenig wie möglich bewegen sollten. Sind zwei auf den Beinen, wird es schnell eng und chaotisch. Da fallen dann Nudeln runter, das Geschirr wird vom Platz gefegt und zum Glück trinken wir immer direkt aus der Flasche. Die Sauerei mag ich mir nicht vorstellen, wenn da noch irgendwelche Becher umgeschubst würden.
Regel Nummer 2 im VW Bus: Darauf achten wo man Sachen abstellt
So geschehen in Chile. Unser Übernachtungsplatz war an einem See in der Nähe von Osorno. Direkt am Wasser und am ganzen Ufer wuchsen Brombeersträucher, die reife, saftige Beeren trugen. Mister Roadtrip freute sich darüber und musste gleich Beeren pflücken gehen. Sein Müsli mit feinen Brombeeren zu ergänzen ist eine tolle Idee.

Weniger toll war die Wahl des Behälters und wo er die Beeren abgestellt hatte. Der Behälter hatte die gleiche Farbe wie die Bettwäsche. Ein Zufall, aber war leider so. Mister Roadtrip stellte die Schale mit den gesammelten Beeren aufs Bett. Die Bettdecke war leicht hügelig und hinter dem grössten Hügel stand die Schale. Mein Sitzplatz auf der Reise war mehrheitlich das Bett. Könnt ihr euch schon vorstellen was passiert ist?
Ja, ich hatte die Schale mit den Brombeeren übersehen, setzte mich aufs Bett und… Die Bettwäsche war nicht mehr unifarben, sondern rotgefleckt. Deshalb unbedingt darauf achten, wo was abgestellt wird.
Regel Nummer 3 im VW Bus: Alles hat seinen fixen Platz
Auch wenn der VW Bus nicht sehr gross ist, glaubt mir, wenn man etwas verlegt, kann es Stunden dauern bis man es wieder findet. Das passierte uns in Uruguay, als ich meine Brieftasche nicht finden konnte (Beitrag zu Uruguay). Darum hat bei uns alles einen fixen Platz. Wenn umgeräumt worden ist, wird es gleich mitgeteilt, damit der andere nicht vergeblich suchen muss.
Regel Nummer 4 im VW Bus: Es muss alles so eingeräumt sein, dass es leicht zugänglich ist
Anfangs hatten wir kein Konzept. Da wurden die Schränke einfach eingeräumt und hatten uns keine Gedanken gemacht dazu. Bei Wochenend Roadtrips oder Urlaubtrips ging das noch. Für längere Zeit… Geht gar nicht!
Wer mag nach einem anstrengenden Tag noch den ganzen Schrank mit Küchensachen ausräumen, nur damit man den Gegenstand den man gerade braucht, endlich rausnehmen kann. Nun, wir gehören da nicht zu denen. Schnell haben wir für uns ein passendes System entwickelt und so das Ein- und Ausräumen verkürzt. Wir haben kleine Körbe im Einsatz. Einen für die vielen verschiedenen Gewürzen von Mister Roadtrip, einen für Kaffee, Tee und Zucker. Noch einen für Naschzeugs und so weiter und so fort. Damit haben wir sehr gute Erfahrung gemacht bei Stitch und werden es wahrscheinlich auch bei Obelix so beibehalten.
Regel Nummer 5 im VW Bus: Ersatzteile und Werkzeug haben ihren Platz ausserhalb des Wohnbereiches und werden nach Gebrauch gleich wieder verräumt
Da gibt es eigentlich nicht viel dazu zu schreiben. Werkzeug hat nichts verloren im Wohnbereich. Da der Platz eh schon beschränkt ist, macht es Sinn, Ersatzteile und Werkzeug an dem Ort zu verstauen wo man leicht rankommt aber bei nichtgebrauch nicht in die Quere kommt. Das ist bei uns unter dem Bett hinten. Da kommt man, wenn man die Heckklappe öffnet leicht ran und ist ausserhalb des Wohnbereiches.
Wird zum Beispiel ein Schraubenzieher im Wohnbereich gebraucht, wird er nicht irgendwo versorgt. Er wandert nach dem Gebrauch wieder in die Werkzeugkiste und ist so wieder an seinem Platz.
Das hat den Vorteil, dass das ganze Werkzeug immer vorhanden ist, man weiss wo es ist und keine Zeit verschwendet wird mit suchen. Siehe auch Regel 3 und 4. 😉

