Premantura, das südlichste Dorf Istriens
Was kann man in und um Premantura alles erleben?
So einiges! Wir haben so viele tolle Sachen entdeckt und sind uns sicher, es gibt noch viel mehr!
Nach dem Campingplatz Rundgang, stellte sich schnell die Frage, was wir als Nächstes machen wollten. Wir nahmen unsere Roller und fuhren ins Dörfchen. Es gibt da alles was man braucht. Restaurants, einen Supermarkt, eine Bäckerei und auch einen Krimskrams Laden. Ein wenig weiter, auf der Strasse Richtung Pula, entdeckten wir einen Shop für Wassersport. Da gibt es alles zu kaufen. Von der Tauchausrüstung über einfache Badelatschen bis hin zu Angelzubehör einfach alles.
Fischen
Als Hobby- Fischer hatten Mister RoadTrip und sein Bruder die Angelrute natürlich mit dabei und mussten nun noch Köder kaufen. Auf Rat der netten Verkäuferin, begaben wir uns zu einem Fischer, der uns einen Veliki Morski Crv verkaufte. Einen Meereswurm… Der lebte noch! Ich als absoluter Tierfreund, egal wie eklig ein Tier auch sein mag, konnte nicht verstehen, wie man so ein Tier einfach zerstückeln kann um ein anderes zu fangen. Der Fischer schnitt dem Wurm einfach einige Zentimeter ab und das restliche Tier gab er uns auch noch mit. Er meinte nur, das sei nicht so schlimm und der regeneriere sich selbst, so dass alles wieder nachwachsen würde.
Nun mit Wurmi im Gepäck, machten wir uns auf den Weg um zu fischen. Vom Camping führte ein verwucherter Pfad zu einer Bucht. Dort war ausser uns kein Mensch. Die Jungs warfen ihre Angel aus und ich sass mit Wurmi ein wenig abseits.
Leider gab es für uns keinen frischen Fisch aber Spass gemacht hat es trotzdem. Wurmi wurde in Ruhe gelassen, da noch genügend, vom Fischer geschnittenen Köder da war.
Ich überedete Mister RoadTrip und sein Bruder Wurmi freizulassen. Erst wollten sie nicht so wirklich, doch nach einer Weile hatte ich die beiden soweit und wir liessen Wurmi frei. Erst schwamm er ganz zaghaft, als würde er damit rechnen, jeden Moment wieder gepackt zu werden. Doch als er merkte, dass er wirklich frei war, schoss er davon und kringelte sich einmal um sich selbst, bevor er ganz wegflitzte.
Als wir zu unseren Bussen zurückkehrten roch es eigenartig. Je näher wir unserem Dumbo kamen, um so intensiver wurde es. Gas! Sofort öffneten wir die Türe unseres VW Busses, öffneten den Schrank wo wir die Gasflasche verstaut hatten und hörten ein leises Pffffffft… Unsere Gasflasche hatte ein Leck und lief aus. Normalerweise zündete immer einer von uns eine Zigarette an, bevor wir die Busse öffneten. Diesmal zum Glück nicht! Keine Ahnung ob wirklich was passiert wäre oder nicht, doch so wie es roch, hätte es wahrscheinlich böse ausgehen können.
Ich glaube jetzt noch, dass das Karma war. Wir haben unserem Wurmi die Freiheit geschenkt und wir wurden dadurch nicht in die Luft gejagt. Ende gut alles gut!
Klettern in Vintjan
Da wir unsere Kletterausrüstung mit hatten, wollten wir gerne auch irgendwo eine Wand hoch. Wir machten uns mit Tante Google schlau und so fanden wir ganz in der Nähe einen Spot. Von Premantura fuhren wir mit unseren Rollern Richtung Pula. An der Kreuzung geht es rechts nach Pula und links nach Vinkuran. Dort nahmen wir die Strasse nach Vinkuran und weiter nach Vintjan. Auf der linken Seite sieht man den Steinbruch und davor gibt es auch Parkplätze. Wir stellten unsere Roller auf dem Platz ab und machten uns auf zum Steinbruch.
Für uns war diese Art zu klettern mal etwas ganz anderes. Wir waren uns nur normalen Felsen gewohnt oder aus Spass mal eine Mauer. So wie hier sind wir noch nie geklettert. Es war toll und sehr spannend, diese verschiedenen Routen zu meistern.
Kap Kamenjak
Das Kap Kamenjak liegt ganz in der Nähe des Campingplatzes. Einige Zufahrten zu den Buchten sind für Autos gesperrt. Die die offen sind, können gegen eine Gebühr von etwa 5 Euro befahren werden. Mit unseren Rollern war das Ganze eine sehr staubige Fahrt. Offroad vom Feinsten und Staub schlucken inklusive. Es holperte und rottelte, ich dachte schon dieses Auf und Ab würde nie mehr enden, da standen wir plötzlich an den Klippen.
Klippenspringen
Von diesen Klippen kann man springen. Von 3 Metern bis 13 Metern gibt es alle möglichen Abstufungen. Schön anzusehen. Ich selbst bin nicht gesprungen. Bin ja nicht lebensmüde! Na ja, die drei Meter hätte ich sicherlich noch hingekriegt, doch als ich sah, wie so kleine Dreikäsehochs von mindestens fünf Metern runter gesprungen sind, liess ich es bleiben.
Flora und Fauna
Das Kap besitzt eine einzigartige Flora und Fauna. Über 550 verschiedene Pflanzenarten und 5 davon gibt es nur dort. Allein mehr als 23 verschiedene Orchideenarten gibt es zu dort sehen.
Dschungelbar
Um den Staub runter zu spülen gibt es auch eine Dschungelbar. Tische und Bänke aus Holz sind rund um eine Hütte aufgestellt. Dort kann man Platz nehmen und sich von den Strapazen erholen. Genial sind die Dekoartikel, die rund um den Platz verstreut sind.
Pula
Pula ist die grösste Stadt der Gespanschaft Istrien in Kroatien. Die Hauptsehenswürdigkeit ist das Amphietheater. Wir sahen es aber nur von Aussen. Als wir vor Ort waren, hatten wir nur Hunger und Durst. So dass wir uns in einem Lebensmittelgeschäft mit Esswaren eindeckten um so schnell wie möglich wieder nach Premantura zurückzukehren. Im Nachhinein sehr schade, da es sich sicher lohnen würde das Amphietheater und die Stadt anzusehen.
Delfin und Wal Schiffstour
Wir starteten in Pula und fuhren entlang der Inseln des Nationalparks Brijuni, durch den Limkanal bis zur Piratenhöhle und weiter bis nach Vrsar. Dort legten wir Anker und es gab ein traditionelles Mittagessen. Fisch in Alufolie. Weiter gings nach Rovinj. 9 Stunden dauerte das Ganze und ab 40 Euro ist man dabei. Wir sahen weder Delfine noch Wale… Leider… Es gab auch keinerlei Unterhaltung an Bord. So wurden es lange 9 Stunden für uns. Na ja keine Unterhaltung ist jetzt vielleich ein wenig übertrieben. Ein Passagier sorgte für Unterhaltung. Er war so zwischen scheintot und tot, trug eine rote Slipbadehose und meinte er sei der Star bei Baywatch. Leider war er der einzige der das so sah.
Medulin
In der Zeit die wir im Premantura waren, fand der Rip Curl Adrakite Cup in Medulin statt. Das kleine Fischerdorf hat sich zu einer Touristenstadt gemausert und dem entsprechend viele Leute waren zu diesem Zeitpunkt in Medulin. Wir auch! Den Tag verbrachten wir am Strand und am Abend ging die Party los! Es war eine typische Surferlifestyle Atmosphäre. Ungezwungen und einfach Spass haben war angesagt.
Irgendwann kam ein Typ auf uns zu und fing mit uns an zu quatschen. Keine Minute später hatten wir ein Shotglas vor uns stehen und sollten mit ihm anstossen. Ich schnupperte erst mal an dem Getränk und konnte es nirgends zuordnen. Er schaute mich amüsiert an und meinte nur, ob wir noch nie Met getrunken hätten. So kamen wir in den Genuss, dieses köstliche Getränk zu kosten. Mjami, ich hatte ein neues Ferienlieblingsgetränk. Met!
Das Beste zum Schluss
Man fährt die Strasse vom Campingplatz hinauf und bei der Kreuzung rechts, gleich nach der Verzweigung auf der rechten Seite ist das Eiskaffee Venezia. Dort gibt es die grössten und besten Eisbecher für wenig Geld. Wir verzichteten auch hin und wieder auf das Abendessen und assen gleich einen Eisbecher. Die waren so lecker und unglaublich angerichtet. Dazu gab es immer noch einen Schnaps aufs Haus. Kruškovac! Ein Birnenlikör…
So kam es, dass ich zwei alkoholische Lieblingsgetränke in diesem Urlaub hatte. Met und Kruškovac…
Könnt ihr mich nun verstehen, weshalb mir fast die Tränen kommen, wenn ich bei uns einen Eisbecher bestelle?
Leider geht jeder Urlaub mal zu Ende und so hiess es auch bei uns, alles zusammenpacken und ab nach Hause. Die Rückfahrt machten wir ohne Zwischenstop. Wir fuhren die Strecke zurück aber nicht mehr über Italien ins Tessin, sondern über Italien, den Brennerpass, Österreich in die Schweiz.
Durch diese Erlebnisse und Erfahrungen, wurden wir süchtig nach mehr! Mehr Roadtrips, mehr Erleben und mehr geniessen…
Mit diesem Beitrag mache ich auch gerne bei der Blogparade von Passenger X mit. Dort wird aufgerufen, über die Highlights in Koratien zu berichten. Premantura hat so manches Highlight zu bieten…
















Comments 6
Na das ist ja mal ein toller UND vor allem passender Berichts-Zyklus! Wir planen im April 2 Wochen Kroatien und deine Ausführungen machen echt Laune. Was für uns gesetzt ist, sind die Plitvizer Seen (ich als alter Winnetou Fan). Alles weitere lassen wir uns treiben und von euren Berichten inspirieren 😉
Author
Herzlichen Dank!
Oh schön, da dies unser erster Trip mit einem Camperbus war, wurde daraus mehr ein Camping Urlaub als ein Roadtrip. Kroatien ist super um sich treiben zu lassen. Es ist überall toll und ich freue mich wenn eure Berichte online sind! ☺
Ich liebe Prementura – danke für den ausführlichen Bericht! Die wunderbaren Eisbecher habe ich dort aber noch nie gesehen 😉 glg Melanie – http://www.honigperlen.at
Author
Ja Premantura ist wirklich eine Reise wert und wenn du das nächste Mal in dort bist, musst du unbedingt in das Café! 😉
Klippenspringen hätte ich mich auch nicht getraut, wobei, von den drei Metern vielleicht doch. Ganz sicher hätte ich mich aber auch an den gigantischen Eisbechern satt gegessen. Die sind ja wohl der Hammer! Premantura – ein toller Tipp für meine Blogparade der besten Bloggertipps für Kroatien. Schön, dass ihr mitmacht!
Liebe Grüße
Nicole von PASSENGER
Author
Dankeschön liebe Nicole!
Hat sich super ergeben und bei so einer tollen Blogparade mache ich gerne mit.
Liebe Grüsse
Veronica