Am Freitag haben wir spontan unseren Stitch geschnappt und los gings ins Glarnerland, an den Obersee. Nur die Fahrt dorthin hat sich schon gelohnt. Man fährt eine schmale, gewundene Bergstrasse hinauf. An Wasserfällen vorbei, durch den Wald und an Kuhweiden entlang. Am See angekommen, suchten wir uns ein schönes Plätzchen. Rund um den See gibt es viele Feuerstellen die man benutzen darf. Wir haben uns für eine entschieden und gingen Holz sammeln.
Die Sicht von unserem Platz ist atemberaubend!
Man glaubt am Ende der Welt zu sein und dass die Zeit stehen geblieben ist hier. Leider ist überall das Campieren verboten, doch am Ende des Sees gibt es einen kleinen Camping den man nach Voranmeldung benutzen kann. Da wir aber nur im Bus schlafen und nichts aufbauen wollten, blieben wir auf dem Plätzchen wo wir waren. Wir parkten somit nur und campten nicht.
Wir bekamen noch Besuch, assen zu Viert zu Abend und blieben gemütlich beisammen am Feuer, bis es Schlafenszeit war. Schön wenn es spontan so passt!
Schlafenszeit…Das ist ja immer so ne Sache bis man eingerichtet ist. Wie ich zu Schlafsäcken stehe wisst ihr ja bereits. Nun denn… Wir ziehen das Bett aus und legen die Schlafsäcke auf die Matratze. Mister RoadTrip- Girl macht das schon ganz professionell. Nur irgendwie passt mir das Ganze noch nicht so wirklich. Wenn der Reissverschluss oben ist und ich mich mit dem Flauschi da drauflege, ist das nich bequem. So muss das Aussenteil noch umgedreht werden. Nun passt es, aber nur im Flauschi ist es mir dann doch zu kalt und ich möchte meine Decke noch.
Mister RoadTrip- Girl macht schon langsam so komische Geräusche neben mir. Eine Mischung zwischen Seufzen und Lachen. Er legt die Decke über den Schlafsack und das Flauschi und grinst mich stolz an. Nicht übel, doch mit Schlafsack, Flauschi und Bettdecke ist es viel zu warm. Ich hör ein verzweifeltes Schnauben neben mir. Ja ich weiss, es ist nicht immer einfach mit mir. Da wir beide müde waren und wir keine Lust hatten, weiterhin alles hin und her zu schieben, legte ich mich auf die eine Hälfte der Decke und deckte mich mit der anderen Decke zu. So wurde das „Problem“ schnell gelöst. Es schlief sich echt super. Dankeschön Mister RoadTrip- Girl!
Am Morgen wurde ich durch das Plätschern des Baches und Vogelgezwitscher geweckt. Mister RoadTrip- Girl wollte noch ein bisschen erwachen und so machte ich mich auf, die Gegend zu erkunden. Ich entdeckte einen Waldlehrpfad, einen Spielplatz, kleine Wasserfälle und wunderschöne Natur. Als ich alles im näheren Umkreis erkundet hatte, lief ich wieder zurück zum Bus und dachte mir, dass Mister RoadTrip- Girl nun sicher schon wach ist. So lange wie ich unterwegs war…
Dem war aber nicht so. Da schnappte ich mir nen Stuhl, mein Spanischbuch und setzte mich an den See. Herrlich in so einer Umgebung zu lernen. Kein Mensch der dich stört, nur die Geräusche der Natur und die Sonnenstrahlen, die mich in der Nase kitzelten.
Nach gefühlten 20 Stunden, ging ich wieder zurück und Mister RoadTrip- Girl war wach. Schnell noch aufgeräumt und dann machten wir uns auf den Heimweg.
Obersee, wir kommen wieder!


Comments 3
Pingback: #bloggalaxie – Celinas Bücherregal
Helene meint, dass Du besser schreibst als mancher Schriftsteller. Sie freut sich schon sehr auf weiteres Material von Dir. Es sei humorvoll und süffig zu lesen. Sie muss es wissen, da jeweils die halbe Gemeindebibliothek bei uns zu Hause lagert. Beste Grüsse
Pingback: Wo bringt mich die Natur zum Staunen | RoadTrip- Girl