Ja warum überhaupt? Wir haben hier ja alles was wir brauchen, auch unsere Natur und Umgebung ist einfach wunderschön! Doch ich habe mir die Frage immer und immer wieder gestellt. Durch Jessica von Yummy Travel schreibe ich nun diesen Beitrag.
Ich war schon immer fasziniert von anderen Ländern, Kulturen und ihren Eigenschaften. Wenn möglich, fuhr oder flog ich in die verschiedensten Länder um auch Mal etwas anderes kennenzulernen, als das, was ich bereits kenne und auch schätze. Letztes Jahr flog ich drei Wochen nach Bali. Ganz alleine, nur mit meinem neun Kilo schweren Koffer und einer Adresse von meiner Unterkunft für die ersten drei oder vier Tage.

In diesen drei Wochen, in denen ich ganz auf mich alleine gestellt war, habe ich eine Menge neue Sachen über mich gelernt. Wie zum Beispiel: „Wenn man wirklich etwas will, kann man es auch schaffen!“ Ich lernte Einheimische kennen und wurde zu ihnen nach Hause eingeladen, wo ich das Leben auf der Insel hautnah mitbekommen habe. Es war eine emotionale Zeit, da ich in die Familien integriert wurde ohne Hintergedanken ihrerseits. Das habe ich so bis anhin noch nicht erlebt.

Ich denke, man lernt sich nochmals neu kennen und man wird auch offener gegenüber Fremdem. Das materialistische rückt auch immer weiter weg und man erfreut sich an anderen Sachen.
In der Komfortzone ist es auch schön und es gibt dort auch viel Gutes. Jeder der nicht da raus will, kann ich verstehen, doch meins ist es nicht mehr und deshalb haben Mister RoadTrip-Girl und ich uns auch entschlossen, für längere Zeit wegzugehen und unsere Zelte hier abzubrechen. Für wie lange, wissen wir selber noch nicht. Wir wissen nur, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist.
Südamerika haben wir uns als Reiseziel ausgesucht, um eine andere, langsamere Lebenseinstellung kennenzulernen. Bei uns ist der Leistungsdruck sehr hoch und ich merke, wie die Menschen, denen ich im Alltag begegne, immer mürrischer und distanzierter werden. Nicht etwa, weil sie einfach so sind, nein, es wird ihnen aufgezwungen. Durch den Materialismus, immer mehr haben zu wollen und daher auch mehr leisten zu müssen. Irgendwann hat man einfach keine Lust mehr sich gross auszutauschen oder nur ein Lächeln weiterzugeben. Genau das ist der Grund für uns auszubrechen. Was hat man schlussundendlich davon, wenn man sich alles leisten kann was man will, aber keine Lebensqualität mehr hat?
Wir werden auf Reisen sicherlich nicht nur auf der faulen Haut liegen. Unser Ziel ist es aber, nicht mehr so viel, in so kurzer Zeit leisten zu müssen, wie bis anhin. Es gibt überall auf der ganzen Welt sehr gute Projekte an denen man mitarbeiten kann, und so etwas für die Bevölkerung in denjenigem Land, in dem man gerade reist, zurückgeben darf.
Das sind so meine Gedanken zu dem Thema: „Warum in die Ferne schweifen?“ Vielleicht sehen das andere auch so, vielleicht auch nicht. Jeder muss selber für sich das Beste aus seinem Leben machen. Am Ende soll man zurückblicken können und sagen: „Ich würde es wieder so machen!“
Danke für das Thema Jessica!

Falls ihr euch auch schon Gedanken darüber gemacht habt, dann lasst doch einen Kommentar hier, wie ihr es so seht.


Comments 3
Ich finde schön, dass du auf Bali so gute Erfahrungen gemacht hast! Und für Südamerika wünsche ich euch ganz viel Freude und großartige Momente, die ihr teilen könnt.
Herzlichst
Sabine
Hallo 🙂 Es ist spannend zu lesen, was du dir von Südamerika erwartest. Ich hoffe du findest all das dort und machst noch viele andere prägende Erfahrungen, die du wieder mit nach Hause nehmen kannst 😉 Liebe Grüße, Kuno
Hallo Kuno,
Dankeschön dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, meinen Beitrag zu lesen!
Bin schon neugierig wie es wohl sein wird, aber egal wies wird, es wird sicher eine prägende Erfahrung, nicht wahr?
Liebe Grüsse
Veronica