Nach zwei Nächten in Porto, etlichen Katzenbekanntschaften und guten Gesprächen mit unseren Nachbarn, die aus der Schweiz kamen aber immer einige Monate im Jahr auf Korsika unterwegs sind, ging es für uns weiter.
Wir fuhren wieder der Küste entlang und machten zwischendurch Halt um zu essen und die herrliche Aussicht zu geniessen.
- Korsika Strasse
Auf dem Weg nach Propriano wurden wir noch Zeugen von einer Porsche 911 Rally. Man konnte die Fahrzeuge schon hören bevor man sie im Rückspiegel sah. Da wir ja eher gemütlich unterwegs waren, haben wir beschlossen, den nächsten Ausstellplatz anzufahren und den Porsches den Vortritt zu lassen. Es war sicherlich ein lustiges Bild. Wir vorne mit unserem Stitch und hinter uns eine lange Schlange mit Sporflitzer.
Wir liessen sie an uns vorbeiziehen und warteten noch um sicherzugehen, dass keine Nachzügler mehr kamen. Munter fuhren wir nun weiter und immer der Nase nach. Im nächsten Dorf dann die Überraschung. Unzählige Porsches die am Strassenrand geparkt hatten und uns mit einem Lächeln zuwinkten als wir an ihnen vorbeifuhren. Eigentlich eine schöne Geste was uns auch gefreut hatte, doch eben nur „eigentlich“. Da es ja bedeutete, dass diese Fahrzeuge die dort standen, uns irgendwann wieder im Nacken sitzen würden.
Wir hatten es geahnt! Keine zehn Minuten später, hörten wir wieder das altbekannte Geräusch eines getunten 911ers. Doch diesmal konnten wir nicht einfach schnell zur Seite raus, da es nur Leitplanken gab und die Strasse eben so für zwei sich kreuzende Fahrzeuge reichte. Nun ja, wir konnten ja nichts dafür, dass die eine Pause machen mussten und nun wieder hinter uns waren. Wie es der Teufel noch wollte, ging es bergauf und unser Stitch ging das alles seeehr gemütlich an. In einer Haarnadelkurve die durch die Felsen aber nicht einsehbar war, überholte uns ein 911er ohne Rücksicht auf Verluste. Ein weiterer wollte nachziehen, doch er bemerkte sehr schnell, dass man nichts sah und reihte sich hinter uns wieder ein. So fuhren wir noch etliche Kilometer weit. Von Genuss war jetzt nichts mehr zu spüren, da wir immer damit rechnen mussten, dass uns irgendein „Möchtegern Ken Block“ überholt. Als wir dann endlich einen Ausstellplatz erspäht haben, scherten wir sofort aus. Diesmal waren die Gesichter der Porschefahrer die an uns vorbeizogen aber nicht mehr mit einem Lächeln behaftet.
Gemütlich fuhren wir in Propriano ein und fanden sogleich den Campingplatz Tikiti.
Er ist ähnlich wie der Camping Sole e Vista in Porto, auf einem Hügel erbaut. Somit hat man eine wunderschöne Aussicht auf die umliegende Landschaft und das Meer.
Wir blieben eine Nacht auf dem Campingplatz und setzten unsere Reise am nächsten Morgen fort Richtung Bonifacio.
Bonifacio verfügt über einen grossen Yachthafen. Allgemein besitzt diese Stadt (Dorf) ein spezielles Flair mit ihren weissen Klippen und ihren Kunstläden in der Altstadt.
Was mich am meisten faszinierte war eine Süssigkeitenhöhle. Man lief durch einen Gang in eine Höhle. Links und rechts vom Weg standen Piratenfässer, die gefüllt waren mit Süssigkeiten. In der Höhle angekommen, gab es noch viel mehr von den Fässern. Auch diese vollgepackt mit Süssigkeiten. Hui, mein Herz schlug schneller und ich wurde in einen Zuckerrausch versetzt. Hier noch eine Erdbeere, dort einen Schlumpf, die Gummischlange nicht vergessen und Colafläschchen. Mjami, ein Pardies für eine Zuckerschnute wie ich es bin.
Da Bonifacio aber kein Standplatz hatte, zogen wir nach einem ausgiebigen Stadtbummel und einem überteuerten Mittagessen im Yachthafen weiter.
Wir wollten auf die Landzunge raus die wir von Bonifacio aus gesehen hatten. Es ging durch enge gewundene Strässchen und über holperige Wege Richtung Gurgazu. Durch das Dörfchen und bis zum Ende der Strasse. Bei einem Ausstellplatz direkt an einer Meeresbucht, war unser Halt und Übernachtungsplatz. Perfekt!
- Stellplatz Bucht
Schnell ins Meer gehüpft, relaxt und die Seele baumeln lassen. Hach, es war einfach „La pura vida“!
Falls ihr mal auf Korsika unterwegs seid, lasst euch diese Freiheit nicht entgehen. Unsere Stellplätze seht ihr hier.
Mein liebster Ort Col de Bavella, stelle ich euch im nächsten Beitrag vor. Falls wir wieder mal auf Korsika sein werden, ist klar, dass wir da einige Tage verbringen werden.













Comments 2
Beim lesen Deiner Beiträge fühle ich mich wie in Raum und Zeit versetzt und erlebe die Geschichten richtig mit. Sicherlich hilft auch die Erinnerung mit ihren vielfältigen Bildern das Ganze so lebhaft mitzuerleben als sei man beinahe dabei gewesen. Danke!
Author
Hoi Roli
Herzlichen Dank für das liebe Kompliment! Das freut mich jetzt ungemein 🙂
Hoffe sehr, dass wir bald wieder mal zusammen was erleben dürfen.
Liebe Grüsse auch an die Familie
Veronica