Cochabamba…
Die Stadt ist laut, schmutzig und mit typischen bolivianischem Verkehr.
Auf der Suche nach einem sicheren Platz um unseren Stitch abzustellen, führt uns der Weg direkt durch die Cancha. Die Cancha ist der grösste Markt in Südamerika und geht über ein ganzes Stadtteil. Von lebenden Hühnern, über frisch geschlachtete Kühe, Bekleidung, Elektronik und Tagelöhner kann man auf diesem Markt einfach alles kaufen. Wenn man weiss wo! Wir wollen ein, zwei Souvenirs mit nach Hause nehmen und somit ist dieser Markt doch einfach perfekt, denken wir.
Bis wir feststellen, dass wir durch den Markt fahren müssen, um zu dem bewachten Parkplatz zu kommen. Zwei Stunden für 10 Kilometer und Nerven kostet uns das.
Andere Länder, andere Sitten
Vor uns schert ein Bus auf die rechte Seite aus, weil es eine Lücke von einem Meter hat. Der Fahrer auf der rechten Seite bemerkt die Lücke vor sich zur selben Zeit und beschleunigt. Es kommt, wie es vorhersehbar ist, zu einer Kollision und dem Fahrzeug auf der linken Seite, dem der reinzwängen wollte, wird der Aussenspiegel abgefahren. Aus meiner Sicht, liegt die Schuld beim Linksfahrer. Der sieht das aber nicht so. Er steigt aus, öffnet die Türe vom Rechtsfahrer und schon befinden wir uns mitten in einer Schlägerei. Kaum sind vor den beiden Fahrzeugen 3, 4 Meter Platz zu den vorderen Fahrzeugen, wird von überall gehupt. Die beiden lassen voneinander ab, springen zu der jeweiligen Fahrerseite, hüpfen ins Fahrzeug und weiter gehts. Wie wenn nichts geschehen wäre.
Mister RoadTrip und ich sehen uns an und fühlen uns wie in einem falschen Film. Die Polizei stand einige Meter entfernt und schaute zu. Alltag in Bolivien.
Wir schaffen es endlich auf den Parkplatz, verbringen mehr als einen halben Tag auf dem Markt bis wir das Gesuchte finden und machen uns auf den Weg raus aus der Stadt. Richtung Sucre.
Sucre
Was soll ich über Sucre schreiben… Für mich die schönste Stadt in Bolivien. Wenn ich es mir überlege, ist es bisher die schönste Stadt die wir besucht haben auf unserer Reise.
Überschaubar, sauber und viele Häuser im Stadtkern sind strahlend weiss. Sehr touristisch, doch alles im Rahmen. Wir verbringen eine Woche in Sucre.
Museo del Tesoro
Wir sehen uns das Goldmuseum an, wo die Geschichte der Minenarbeiter zeigt. Von der Prunkzeit in Sucre und Potosi. Dem Abbau von Edelmetallen und den Steinen. Eine wirklich gut gemachte Führung und empfehlenswert sich das anzuschauen. Nur leider wird alles ein wenig beschönigt. Wir wollten eigentlich auch noch unbedingt in eine Mine, doch haben wir uns dann umentschieden. Doch dazu mehr in einem anderen Beitrag.
Ein Schweizer Pärchen mit ihrem Fahrzeug, das wir schon in La Paz getroffen haben, steht auch auf dem Platz den wir uns ausgesucht haben in Sucre. So ergibt es sich, dass wir gemeinsam die Gegend erkunden und eine tolle Zeit zusammen verbringen. Leider trennten sich danach unsere Wege. Doch wir sind sicher, dass wir uns spätestens in der Schweiz wieder sehen werden. Danke euch beiden für die schöne Zeit.
Wir verlassen Sucre und fahren nun nach La Higuera.
Den Ort an dem sich Che Guevara, der Freiheitskämpfer, versteckt hielt, bevor sie ihn gefangen genommen und hingerichtet haben. Unser Fazit und warum wir in Samaipata strandeten gibt es bald in einem neuen Beitrag.





Comments 2
Zufälle gibt es…Cochabamba, 10347km genau sind es von meinem CH- Standort bis dahin.
Diesen Ort habe ich auf dem Weltwegweiser in unserem Dorf aufgeführt.
Dachte eigentlich immer, dass es dort einen paradiesischen Ort gibt 🙂
Nun ja, jedenfalls ist es sehr interessant diesen Ort aus Eurer Sichtweise ein bisschen „nachzufühlen“.
Danke für den neusten Bericht! Wie immer; sehr spannend und unterhaltsam!
Freue mich auf die Fortsetzung….
Gruss
Roger
Author
Hallo Roger
Tut mir leid, dass ich dir nicht schreiben kann das Cochabamba ein paradiesischer Ort ist. Eindrucksvoll aber auf alle Fälle!
Ich bin in letzter Zeit ein wenig schreibfaul doch das ändert sich sicherlich wieder.
Danke fürs Lesen!
Liebe Grüsse in die Schweiz
Veronica