Offroadkurs bei 4×4 Exploring

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Ein Offroad-Kurs besuchen? Ja sicher, ausgerechnet ich soll als Beifahrerin von Mister RoadTrip nun über Hügel, durch Schlammpassagen und über Treppen fahren. Nun ja, was macht man nicht alles um sich auf Südamerika vorzubereiten. Leider habe ich einen Satz nicht gelesen oder einfach verdrängt. Nämlich, dass auch die Beifahrer fahren müssen. Hätte ich das bewusst gelesen, ich weiss nicht ob ich diesen Kurs Mister RoadTrip wirklich zum Geburtstag geschenkt hätte…

Ankunft

Wir treffen am Sonntag pünktlich um 07:45 Uhr beim TCS Training & Events-Zentrum Betzholz ein. Wir werden von unserem Kursleiter Roland Vogel begrüsst und fühlen uns gleich sehr wohl. Ausser uns sind noch 12 andere Teilnehmer mit am Start. Total 7 Fahrzeuge mit je einem Fahrer und Beifahrer.

Theorie

Nach einem Kaffee geht es los mit der Theorie. Wir lernen was es alles für verschiedene Allrad, Sperren, Geländegänge und vieles mehr gibt. Wie wir uns in verschiedenen Situationen verhalten sollen und einige Tipps und Tricks, die ich so noch nie gehört habe. Toll ist, dass die ganze Theorie aufs Notwendigste gehalten wird. So heisst es auch relativ schnell, raus aufs Gelände und gleich learning by doing.

Offroad-Gelände

Wir fahren auf ein separates Gelände, das speziell für solche Anlässe gebaut wurde. Wie wir im Verlauf des Kurses noch erfahren, sind wir die letzte Gruppe, die dieses Gelände befahren werden.

Es wird eine grosse Veränderung geben und vergrössert. Mit mehr Schikanen, Wasserdurchfahrten, höheren Erdhügeln und Holzbrücken. Ich finde das Gelände jetzt schon toll, doch wenn es erst umgebaut ist, wird es ein kleines Paradies für Offroad-Fahrten werden.

Offroad-Kurs in der Praxis

Wie ihr wisst, bin ich ja ein wenig übervorsichtig was solche Geländefahrten angeht. Eher ängstlich… Ja okay, ein richtiger Schisser… Doch es gibt kein Zurück mehr und wir steuern eine Schräge an. Wir bekommen über Funk Anweisungen was wir wann und wo machen sollen. Das Gute daran, wir hören die Instruktionen, Roland, unser Instruktor hört uns nicht. Er weiss wohl warum er das so macht! Nun wie gesagt, nehmen wir die Schräge in Angriff, und reflexartig schnellt mein Arm zu meinem Angstgriff. Ein ungewohntes Gefühl so schräg, 20 bis 25 Grad Schräglage, zu erleben. Ich habe das Gefühl, wir kippen jeden Augenblick, doch unter dem strengen Blick von Roland, dürfen wir noch ein wenig schräger gehen.

Danach geht es weiter direkt auf einen Hügel rauf. Ja und wer rauf fährt, muss auch wieder runter. Es ist das erste Mal, dass ich bei einer solchen Fahrt dabei bin und ich lasse meinen Angstgriff nicht mehr los. Wir sind eins. Der Angstgriff und ich. Forever!

Nach einigen Runden die frohe Botschaft! Fahrerwechsel!

Ich soll nun ernsthaft unseren Dicken die Hügel raufklettern lassen und… wieder runter. Angstschweiss sammelt sich langsam aber sicher in allen Poren und was macht Mister RoadTrip? Er sitzt grinsend neben mir und freut sich offensichtlich auf meine Fahrkünste. In der ersten Runde mache ich alles falsch was man falsch machen kann. Ich zweifle langsam an mir. Nach dem gefühlten hundertsten Mal, in denen ich unseren Stich abgewürgt habe, schaffe ich es, kontrolliert einen steilen Hügel runter zu fahren. Langsam aber sicher weicht die Angst.

Roland betreut uns alle wirklich toll. Er geht auf jeden Fahrer ein, schaut sich auch alle Fahrzeuge genau an und kennt jeden Schwachpunkt von den verschiedenen Geländewagen. So fühle ich mich immer sicherer und ICH HABE SPASS! Ja ich! Ich traue mich immer mehr und mehr. Mister RoadTrip kennt das alles schon, doch auch auf seinem Gesicht zeigt sich ein Dauergrinsen.

Fahrzeuginspektion

Nach einer Kaffeepause geht es weiter mit Fahrzeugkunde. Wir bestimmen den Böschungswinkel, sehen uns an, wie man eine Wasserfahrt vorbereitet, wo der Schwachpunkt ist und vieles mehr. Durch die Tipps, die Roland von seinen vielen Reisen einbringt, ist die Theorie sehr anschaulich aufgebaut und man weiss genau was er meint und wie man es machen soll.

Fahrpraxis

Nach der Fahrzeuginspektion geht es wieder weiter mit Praxis. Wir fahren ein simuliertes Bachbett hinauf und wieder runter, steilere Passagen werden raufgeklettert und vor Ort eine Streckenbesichtigung durchgeführt um die Ideallinie für die Durchfahrt zu bestimmen. Der Kurs ist so aufgebaut, dass jeder einige Runden fahren kann. Bei einer neuen Herausforderung wird der Fahrer, der gerade die Passage fährt über Funk begleitet und motiviert. Man denkt man sei alleine auf dem Track. Das noch andere Teilnehmer mit auf der Strecke sind vergisst man völlig, da Roland jedem das Gefühl vermittelt, dass er allein nur für dich hier steht. Um das zu können, braucht es viel Professionalität die Roland voll und ganz beherrscht.

Nach soviel Spass und Adrenalin braucht es natürlich irgendwann auch einmal etwas zwischen die Zähne. Beim gemütlichen Mittagessen kommen wir auch näher ins Gespräch mit den anderen Teilnehmern und wir geniessen die Pause in vollen Zügen mit guten Gesprächen, feinem Essen und herrlichem Wetter.

Gestärkt geht es dann wieder los. Schnell hinters Steuer hüpfen. Wir lernen eine Treppe raufzufahren und in einem Steilhang anzuhalten und wieder weiterzufahren. Das alles kontrolliert, bewusst und gewollt. Für mich sowieso Neuland, doch auch Mister RoadTrip hat bei diesem Kurs einiges dazulernen können.

Anfangs hatte ich ein wenig Bedenken, ob es ihm nicht vielleicht zu langweilig sein könnte, doch es stellt sich schnell raus, dass es doch noch das eine oder andere gab, das er noch nicht wusste und somit ist dieser Kurs für uns eine Erfahrung und ein Erlebnis, das uns sehr viel mitgeben wird auf unserer Reise.

Nach diesem ereignisreichen Tag gibt es noch eine Schlussbesprechung. Wir besprechen alles noch einmal und Fragen werden beantwortet. Mir fällt auf, dass alle, aber wirklich alle, ein Grinsen im Gesicht tragen und glücklich und zufrieden aussehen.

Wir dürfen stolz unser Zertifikat entgegennehmen. Ha ich bin jetzt offizielle Absolventin eines Offroad Grundkurses! Wer hätte das gedacht? Ich sicherlich nicht!

Fazit

Ein Hammer Kurs mit super Betreuung. 4×4 Exploring macht nicht nur Offroad Grundkurse. Wenn wir nicht nach Südamerika gehen würden, hätten wir sicher noch den einen oder anderen Kurs gebucht. Vielleicht sogar eine geführte Tour, da eine grosse Auswahl an Touren angeboten werden. Da kann man sicher sein, dass man sich bei 4×4 Exploring in gute Hände begibt. Egal um was es geht. Wenn Roland es schafft, dass mir das Offroadfahren Spass macht, kann ich mir gut vorstellen, dass seine Touren auch etwas für Offroadbegeisterte wären.

Comments 2

  1. Ich wusste, dass der Tag ein Erfolg für Euch wird! Das Vertrauen, welches man in sich und sein Fahrzeug erwirbt ist nicht zu ersetzen. Darum weiterhin gute Fahrt und viel Spass auch etwas abseits der Strasse.

    1. Post
      Author

      Ja Roli, unbezahlbar und auf jeden Fall ein voller Erfolg!

      Dankeschön, das wünsche ich dir/euch auch und bis bald!

      PS: Vielleicht schaffen wir es dieses Jahr mal ohne Regen…

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