La Cueva del Tigre
Santiago, bei ihm waren wir in Chapadmalal, empfahl uns ein Ort, den nur die Einheimischen kennen. Cueva del Tigre. Ein Fluss irgendwo im Nirgendwo. Es gibt dort nichts ausser Natur pur und er wäre gerne an dem Ort. Das hört sich gut an und wir entscheiden uns dafür. Wir fahren wieder einmal über irgendwelche Wald und Wiesenpfade. Auf einer Strasse fahren wir Kilometer um Kilometer und als wir das Gefühl haben, wir würden nie wieder auf andere Menschen stossen, sehen wir die Asphaltstrasse nur wenige Kilometer von uns entfernt. Froh darüber, geht es um die letzte Kurve und… Drei grosse Seen liegen vor uns!
Diesmal steigt auch Mister RoadTrip aus dem Bus um sich das Ganze anzusehen. Er watet durch den ersten See, den Zweiten und den Dritten. Langsam kommt er wieder zurück. Mit einem Kopfschütteln meint er dieses Mal, dass es leider nicht mehr weiter geht. Wir müssen wieder zurück. Alles andere wäre fahrlässig. Wir sind allein und somit zu gefährlich. So fahren wir wieder Kilometer um Kilometer zurück. Leicht frustriert, da wir die Strasse schon sahen und all die Autos die dort entlangfuhren, doch irgendwann erreichen wir die Asphaltstrasse dann doch noch.
Lange bleiben wir auch dieses Mal nicht auf dieser Strasse. Schon bald müssen wir wieder auf eine Schotterpiste. Wir fahren immer mehr ins Landesinnere. Wir sehen Gürteltiere, Schlangen, Sträucher, doch keinen Fluss. Hier ist weit und breit kein Fluss zu sehen. Auf dem Navi zeigt es uns noch 2 Kilometer an, doch hier ist kein Fluss… Wir biegen auf einen Waldweg ein und einige Meter weiter öffnet sich vor uns eine Schlucht. Einfach so aus dem Nichts heraus. Wunderschön liegt der Fluss vor uns. Ein kleiner Wiesenplatz der dazu einlädt hier zu verweilen.
Am Nachmittag hat es hier eine Handvoll Einheimische. Diese verlassen den Platz aber schon bald und wir sind ganz allein hier. Nur das Quaken der Frösche begleitet uns in der Nacht. Okay nicht nur… Morgens um halb drei wird der Platz durch das Blaulicht der Polizei hell beleuchtet. Wir erwachen, schauen uns an und denken uns beide dasselbe. Das wars nun, wir müssen den Platz verlassen! Doch nachdem die Polizei eine Runde um den Platz gedreht hat, fährt sie wieder weg und wir können weiterschlafen.
Am Morgen werden wir durch lautes Platschen im Wasser aufgeweckt. Wir schauen aus dem Fenster und sehen riesige Fische die umherplanschen. Sie springen aus dem Wasser und platschen wieder hinein. Der ganze Fluss brodelt und wir sehen dem Spiel fasziniert zu.
3 Arroyos-Monte Hermosa
Mister RoadTrip hat bei Juan in Tandil sein Akkuladegerät vergessen. Da wir in einem Whatsapp Chat für Südamerikareisende mit dabei sind, kann Mister RoadTrip es nach 3 Arroyos fahren lassen. Hier wird die Post mit dem Bus verschickt. So können wir das Packet bei Carolina abholen. Wir verbringen eine Nacht vor ihrem Haus und fahren am nächsten Tag weiter. Wir wollen in den Fossilpark am Strand von Pehuén-Co. Doch erst geht es nach Monte Hermosa. Dort verbringen wir eine Nacht vor einer Sternwarte die nicht mehr betrieben wird.
Pehuén-Co
Auf dem Weg nach Pehuén-Co will Mister RoadTrip Luftaufnahmen machen und ich fahre nach langer Zeit wieder einmal unseren Dicken. Es ist eine ganz normale Schotterpiste und wir tuckern so mit 60 bis 80 Stundenkilometern vor uns hin. Bald wird die Strasse joch immer furchiger und schlammiger. Es gibt nur noch schmale Spuren die man befahren kann. Leider ist die Spur von Stitch zu breit und ich fahre in die Furchen rein. Ich habe das Lenkrad ganz eingeschlagen, doch ich komme nicht mehr raus. Es fährt nur noch gerade aus. Irgendwie schaffe ich es dann doch noch, dass wir da wieder rauskommen und stehen am Ende der Schotterpiste. Vor der Asphaltstrasse. Mir zittern die Hände, ich bekomme fast einen Anfall und möchte heulen. Das Gefühl, wenn du keine Kontrolle mehr über den Wagen hast, trotzdem weiterfahren musst, da du ansonsten steckenbleibst, war für einen Moment ein wenig zuviel für mich. Doch schnell reisse ich mich wieder zusammen und es geht weiter. Zum Glück auf Asphalt!
Wir fahren durch das Dörfchen, immer Richtung Fossilienpark. Wir stehen auf einem Hügel und da steht eine Tafel. Hier darf man nur mit einem 4×4 Fahrzeug weiterfahren. Haben wir, und so fahre ich weiter. Über den Strand einfach immer geradeaus… Ein langer Zaun zeigt uns an, dass wir nun angekommen sind. Wir steigen aus und gehen auf Fossiliensuche.
Nach unserem Rundgang beschliessen wir hier zu bleiben. Diesmal lasse ich aber Mister RoadTrip wieder ans Steuer. Für Heute habe ich vom offroadfahren genug! So platzieren wir uns zwischen zwei Dünen und bleiben zwei Nächte hier.
Wir sehen Meerschweinchen und Schlangen, Vögel und Füchse… Wunderschön!







Comments 2
Hallo ihr zwei, ich lese seit ihr unterwegs seit mit feuchten Augen mit 😉 Vielen Dank fürs erzählen, bin ganz neidisch, kann aber auch gönnen! Euch weiterhin ein gute Fahrt und tolle Begegnungen. Alles Gute und eine gesegnete Zeit. Liebe Grüße Ralf und Sandra
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Herzlichen Dank ihr zwei!
So schön, dass ich euch mit meinen Berichten mitnehmen darf. Bei euch geht es doch auch bald los oder irre ich mich da gerade?
Herzliche Grüsse Veronica