Laguna la Salada-El Condor-San Antonio

RoadTrip-GirlArgentinien, Welt bebummeln/Reisetagebuch Leave a Comment

Auf der Ruta 3 geht es nach unserem Aufenthalt in Pehuén-Co weiter. Richtung Laguna la Salada.

Laguna la Salada

Ein Salzsee an dem man campen darf. Ein ruhiger und sicherer Platz. Einige Kitesurfer hat es an dem See und hin und wieder fährt ein Auto vorbei. Wir bleiben 2 Nächte hier stehen. In der Nacht ist es so ruhig, dass du deinen eigenen Herzschlag hörst. Das hatten wir schon lange nicht mehr.

El Condor

Ausgeruht und erholt geht es nach El Condor. Dort nistet die grösste Papageienkolonie der Welt. Davon haben wir aber beim Ankommen noch nichts bemerkt. Mister RoadTrip sieht Sand, Dünen und eine Motocrosspiste. Wir biegen nun also nicht nach rechts ab zu den Papageien, nein wir biegen nach links ab zu dem Motocrossplatz. Immer den Fahrzeugen mit den Motorrädern und Quads auf ihren Anhängern nach. So kommt es wieder einmal, dass wir auf einer Motocrosspiste übernachten. Ein toller Platz in den Dünen. Nach dem die Crosser weg sind, ist es auch ruhig, doch eigentlich wollte ich Papageien sehen und keine Quads!

Früh am Morgen stehen wir auf und fahren zu den Papageien. Tausende von Papageien nisten am Strand in den Klippen. Wunderschön sie zu beobachten. Diese Tiere werden circa 15 Jahre alt und haben das ganze Leben den selben Partner und sie sind laut. Sehr laut! Soviele Tiere und alle kreischen im Flug. Sehr eindrücklich so etwas erleben zu dürfen.

Seelöwen

34 Kilometer weiter der Küste entlang, kann man Seelöwen sehen. Mit etwas Glück auch Seeelefanten. Es wird Eintritt verlangt um die Tiere sehen zu können. Wenn wir zuvor gewusst hätten, dass wir diese Tiere noch viel näher und ohne Eintrittsgeld bestaunen können, hätten wir das ausgelassen. Man kann von einer Plattform die Seelöwen sehen. Jedoch sind diese so weit entfernt, dass man dazu ein Fernglas braucht, will man nicht nur die Umrisse erahnen. Da wir zu dem Zeitpunkt aber noch nicht wussten, war es für uns ein einmaliger Moment.

Da wir nicht damit gerechnet haben, die Seelöwen zu besichtigen, ist unsere Tanknadel schon sehr verdächtig weit unten. Ich verfolge den ganzen Weg den Kilometerstand und es wird und wird nicht weniger. Dafür senkt sich die Nadel der Tankanzeige immer mehr und mehr. Wir haben einen Reservekanister dabei, doch nur fünf Liter. So hoffe und bange ich die ganze Fahrt bis zur nächsten Tankstelle. Von weitem sehe ich schon das YPF Zeichen und nun weiss ich, wir schaffen es! Tankstop und weiter gehts nun auf der Ruta 3.

Die Strecke nach San Antonio del Este zieht sich. Eine Strecke die immer nur gerade aus geht. Kilometer um Kilometer. Monoton ohne Abwechslung. Bei einer Verzweigung die auf der Karte angibt, dass diese Strasse auch zu unserem Ziel führt, verlassen wir die Ruta 3 wieder und nehmen die Schotterpiste. Schnell verändert sich die Landschaft und wir haben eine wirklich lohnenswerte Strasse vor uns.

Jetzt kann Mister RoadTrip sich dem Filmen widmen, während ich fahre. Die Hügel hinauf, dann wieder hinunter, Kurven und gerade Abschnitte und links von uns das Meer. Wir sehen Vogelspinnen, Meerschweinchen und Hasen. Am Ziel angekommen, gehen wir Muscheln sammeln und machen uns so ein Feinschmecker Abendessen. Nudeln an Tomatensauce mit Muscheln. (Leider waren die Muscheln ein wenig sandig. Irgendetwas scheine ich wohl falsch gemacht zu haben.)

Nach einer erholsamen, ruhigen Nacht, will Mister RoadTrip nun aber unbedingt auf die Ruta 3 zurück. Er will ein Foto von unserem Stitch mit der Kilometerzahl 1111. Damit wir wieder auf die Ruta 3 zurück können, müssen wir den Weg zurück fahren.Wir brauchen nur wenige Kilometer zu fahren und sind bei Kilometer 1111. Doch das Schild gibt es nicht mehr. Somit müssen wir uns mit Kilometer 1110 zufrieden geben. Schnell wird ein Foto gemacht. Einmal von vorne und einmal von hinten,doch was ist das? Die ganze Stossstange ist voller Ölspritzer und unten am Motor tropft Öl auf den Boden. Mister RoadTrip schaut sich das an. Die Dichtung zwischen Motor und Ölkühler ist kaputt und unser nächster Stop wird nun eine Werkstatt sein.

San Antonio

Wir kommen in San Antonio an und bei der ersten Werkstatt die wir anfahren, sehen wir von aussen schon, dass die kein Lift und keine Grube hat. Die nächste Werkstatt hat keinen Termin frei. So gehen wir zur Dritten weiter. Es war schon 12.00 Uhr vorbei und eigentlich war Lucho Dani schon auf dem Weg nach Hause. Er hatte aber erbarmen mit uns und nahm sich der Aufgabe an. Ersatzteile hatten wir ja alle dabei und so macht er sich gleich an die Arbeit. Mister RoadTrip hilft ihm zwischendurch. Nach zwei Stunden Arbeit hat Stitch eine neue Ölkühlerdichtung, einen neuen Ölfilter und der Service ist auch gemacht. So sind wir bereit für neue Abenteuer.

Das es nicht das letzte Mal sein wird, dass wir in San Antonio sein werden, wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht und hätten wir gewusst was wir die nächsten beiden Tage erleben, hätten wir wahrscheinlich anders entschieden. Doch das steht im nächsten Beitrag…

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