Kilometerzähler
Ja was wäre Mister RoadTrip wenn er nicht schrauben könnte. Wir sind noch nicht sehr lange unterwegs, doch es wurde doch hin und wieder schon geschraubt. Das eine habe ich schon erwähnt. Der Kilometerzähler… Hat er auch super hingekriegt, doch nach 27 Kilometern wollte der Zähler wieder in den Ruhestand zurück. Ja und dort ist er immer noch bis jetzt…
Luftanschluss
Damit wir die Reifen selbst aufpumpen können, hat Mister RoadTrip sich irgendetwas überlegt um das umzusetzen. Was genau weiss ich bis jetzt noch nicht. Ich sah auf einem unserer Übernachtungsplätze plötzlich nur Beine unter unserem Bus hervorschauen. Ich fragte auch nicht nach, da ich eh keinen Plan hätte, was er da gemacht hat.
Minus ein Aussenspiegel
Keine Ahnung weshalb, doch unsere Aussenspiegel wurden irgendwann einmal falsch montiert. Mister RoadTrip störte das schon lange, doch er hatte ja immer genügend andere Sachen an unserem Stitch umzubauen oder zu erneuern. Jetzt aber war der Zeitpunkt gekommen, an dem er sich an den Aussenspiegel zu schaffen machte. Ich wollte ihn noch davon abbringen, doch wie immer wenn es um den Bus geht, hörte er nicht auf mich. Bis jetzt hat ja auch immer alles geklappt was er sich vorgenommen hatte. Bis jetzt! Tja, der Spiegel ist nicht getauscht worden, und ja es gibt ihn noch, einfach in einem neuen Design. Mit einer Spider-App. Mein Spiegel den ich brauche um meine Haare zu kämmen, oder um mich zu schminken wenn wir irgendwohin gehen, ziert nun ein durchzogener Riss mit kleinen Verästelungen.
Kupplung
Nachdem wir schon einige Schotterpisten hinter uns haben, wollte die Gangschaltung nicht mehr so wirklich. Richtig formuliert, die Kupplung. Irgendwie wollten die Gänge nicht mehr rein und das hängt mit der Kupplung zusammen. So liess ich mich darüber aufklären von Mister RoadTrip. Eine Scheibe die zuwenig öffnet weil irgendetwas nicht so reagiert wie es sollte. Tja das war das Einzige was bei mir hängen geblieben ist. Auch wenn er es noch so lieb meinte und mir das Ganze lang und breit erklärte. Mehr weiss ich leider nicht mehr. Wir steuern eine Tankstelle an und kaufen Bremsflüssigkeit. Was Bremsflüssigkeit mit der Kupplung gemein hat, weiss ich leider immer noch nicht so genau. Nur dass das System irgendwie zusammenhängt. Wir wollen die Kupplung entlüften. Da wir das nicht im Dorf machen wollen, fahren wir ein wenig weiter und nehmen einen Ausstellplatz. Eine Pet-Flasche, ein Schlauch, Mister RoadTrip hinten beim Motor und ich auf dem Fahrersitz. Jetzt darf ich auch einmal Mac Gyver spielen! Ich höre Mister RoadTrip irgendwas im Motorraum machen und schon kommt seine Anweisung an mich. Kupplung drücken… Loslassen… Drücken… Loslassen… So ging das einige Male. Siehe da, die Kupplung war nicht mehr so leicht zu drücken wie zu Anfang. Er zeigt mir die Flasche mit der abgepumpten Bremsflüssigkeit. Schmutzig schwarze Brühe! In den Behälter leert man normalerweise eine goldfarbene, durchscheinende Flüssigkeit. Wenn alles in Ordnung ist, müsste diese beim Abpumpen auch wieder so rauskommen. Da das nicht der Fall war, ist die Sache klar. Luft im System, Kreislauf oder wie man das nennt. Das ist durch das Abpumpen und neu auffüllen nun behoben und es lässt sich wieder schalten wie Butter!
Stotteritis
Immer wenn wir über unbefestigte Strassen fuhren, stotterte unser Stitch. Der Drehzahlmesser sprang auf und ab und es ruckelte heftig. Auf gut asphaltierter Strasse geschah das nicht. Anfangs waren es nur vereinzelt solcher Ausfälle, doch es häufte sich immer mehr und mehr. Mister RoadTrip tauschte Relais aus… Half nicht! Dann wurde irgend ein schweres Teil im Motor, das immer auf und ab ging bei Bodenwellen (das Gehäuse wo der Luftfilter drin ist), mit Kabelbindern festgemacht. Könnte auch daran liegen… Half auch nichts! Nach einigen Kilometern Fahrt wurde es immer schlimmer. Nächstmögliche Ausfahrt raus, Mister RoadTrip denkt einen Augenblick nach und brummt irgendetwas von wegen Steuergerät. Steigt aus, öffnet die Schiebetüre und steigt wieder ein. Hmmm… was macht er denn jetzt? Mittagsschläfchen? Nein, das Steuergerät ist unter dem Bett festgemacht. Wusste ich nicht. Ich sah dort einen schwarzen Kasten, doch wozu der gut sein soll? Das wurde mir nun erklärt. Da ist das Steuergerät drin. Der Kasten war lose und durch das Gerüttel auf der Piste, wurde es immer hin und her geschaukelt. Im nu schraubte er das Ding an einen anderen Platz und machte es richtig fest. Wir stiegen in den Bus und fuhren los. Keiner von uns sagte ein Wort. Wir beobachteten beide den Drehzahlmesser und schwitzten. Es waren noch gut 30 Kilometer, bis zu unserem Übernachtungsplatz. Hin und wieder warfen wir uns Blicke zu und schwiegen weiter. Stitch schaffte die von ihm verlangten Kilometer ohne ein Stottern.
Bis jetzt sieht es gut aus. Hoffen wir, dass das so bleibt!
Ich bin ja mal gespannt, was sonst noch alles kommt, und ihr?



