Mag ich Bolivien oder nicht? Da bin ich mir noch nicht so schlüssig. Es gibt vieles was wir hier zum ersten Mal gesehen haben.
San Juan
Unsere erste Nacht in Bolivien verbringen wir an einem besonderen Ort. Einem Friedhof! Beim Necropolis und Museum Kawsay Wasy. Dort fand man Gräber der Ureinwohner. Doch es sind nicht Gräber wie wir sie kennen. Sie sehen aus wie Eier und darin wurden dann 1 bis 4 Personen bestattet.
Am nächsten Tag geht es weiter nach Uyuni. Es ist kalt. Wieder einmal… In der Stadt, wie auch auf dem Salzsee gehen die Temperaturen in der Nacht unter den Gefrierpunkt. Doch das hält uns nicht davon ab, den Salzsee 3 Tage zu erkunden.
Salar de Uyuni
Ein Salzsee von unvorstellbarer Grösse. Du fährst hundert Kilometer auf den See hinaus und um dich herum ist alles weiss. Wohin das Auge reicht, nichts als Salz. Ich denke ja bei weissem Untergrund gleich an Schnee. So war mein Fahrverhalten am Anfang auch. Ist der Untergrund rutschig, weich und wie muss ich mich jetzt anpassen? Doch nichts dergleichen. Es ist mit einer Schotterpiste zu vergleichen. Es bremst sich gut, es rutscht nirgends und somit Fahrspass pur. Fast ganz alleine sind wir hier unterwegs. Am Eingang des Salars sind einige Tourenjeeps, danach verteilen sich alle auf dem See und du siehst niemanden mehr.
Wisst ihr was schwierig ist, wenn man auf dem Salar de Uyuni fährt? Geradeaus zu fahren. Irgenwann nach etwa 150 Kilometern, kommt man zu einer Insel. Dort wollen wir als erstes hin. Mister RoadTrip und ich wechseln uns ab mit fahren. Dabei merken wir beide, dass geradeaus fahren gar nicht so einfach ist. Es gibt Spuren im Salz, die man als Strasse bezeichnen könnte. Doch von links und rechts kommen auch Fahrspuren. Dann versuchen wir einfach einmal, die Insel anzupeilen. Durch das Weiss um uns herum und die Weite, ist das aber wirklich schwierig. Zum Glück haben wir ein Navi dabei. Nach etlichen Bögen, fahren wir nun nach Navi und GPS. So klappt es dann doch noch mit geradeaus fahren.
La Paz
Von Uyuni fahren wir über Oruro (tolle Thermen mit lieben Einheimischen) zu einem Vorort von La Paz. Wir gönnen unserem Stitch eine Pause und erkundigen die Stadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Habe ich schon erwähnt, dass die Bolivianos erst seit etwa 5 Jahren einen Führerschein brauchen? (Wurde uns von Einheimischen erzählt) Genau so wird auch gefahren.
Mit einem Micro (Kleinbus) fahren wir in die Stadt rein. Verkehrschaos ist nur der Vorname. Im ersten grösseren Kreisel werden wir von rechts abgeschossen. Weder der Fahrer des Micros, noch der Schadenverursacher interessiert sich dafür. Es wird einfach weitergefahren.
An der Hauptplaza steigen wir aus und sind froh, mit heiler Haut angekommen zu sein.
Hexenmarkt in La Paz
Schon viel darüber gelesen und neugierig auf den Hexenmarkt von La Paz, machen wir uns auf die Suche danach. Ein grosses Banner zeigt uns, dass wir auf dem berühmt, berüchtigten Markt angekommen sind. Ja und es stimmt wirklich! Da hängen ganz viele Lamaföten über den Eingängen zu den verschiedenen Läden.
Wahrsager und Schamanen sitzen auf der Strasse und warten auf Kundschaft. Ein buntes Treiben… Doch wenn man genauer hinsieht, verkauft jeder das gleiche. Überall die selben Sprüche der Verkäufer und ganz ehrlich, …ich bin enttäuscht von dem Markt. Ganz klar, so etwas haben Mister RoadTrip und ich noch nie gesehen, doch es hat nichts mehr mystisches an sich. Keine besondere Atmosphäre und kein individueller Auftritt. In meinen Augen nur noch eine Touristenattraktion und Geldmacherei.
Seilbahn fahren in La Paz
Wenn man in La Paz ist, sieht man mehrere Seilbahnen die über die Stadt hinweg gondeln. Wir lassen uns das nicht entgehen und machen eine Seilbahnfahrt. Tausend Höhenmeter Unterschied sind es von der Stadt unten, wo die Reichen leben, bis nach oben ins eher ärmere Viertel.
Die Stadt ist laut, hektisch und voll. So sehnen wir uns bald wieder nach der Stille und der Wildnis.
Nächstes Ziel: Death Road
Diejenigen, die mir auf Facebook und Instagram auf roadtripgirl.ch folgen, haben das Death Road Foto schon gesehen. Doch wie es sich anfühlt auf dieser Strasse zu fahren, das kommt im nächsten Beitrag.










