Roadtrip England: Von der Schweiz nach England

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Es gibt viele Möglichkeiten nach England zu reisen. Man kann direkt von Frankreich mit dem Zug oder der Fähre übersetzen. Es gibt auch die Möglichkeit über Belgien, oder so wie wir es gemacht haben, über Holland mit der Fähre.

Start (Samstag Tag 1)

Gestartet sind wir, mit einem befreundeten, businfizierten Paar, von Zürich aus. Bei Basel ging es dann über die Grenze nach Deutschland. Auf dem Parkplatz vom Europapark bei Rust, übernachteten wir die erste Nacht. Wir waren damals noch mit dem T2a von Mister RoadTrip unterwegs und da wir unbedingt unsere klappbaren Fahrräder, im Bus mitnehmen mussten, wurde der Platz im Bulli ziemlich knapp. Irgendwie schafften wir es doch, uns mit den Fahrrädern zu einigen und konnten uns zur Ruhe legen. Wir übernachteten auf dem Parkplatz, aus dem Grund, da dort immer Betrieb herrscht und es uns sicherer schien, als irgendwo auf einer dunklen, schummrigen Raststätte.

 

Der erste Campingplatz (Sonntag Tag 2)

Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Düsseldorf, wo das andere Paar auch ein wenig länger verweilte als wir, da sie noch Freunde trafen und auf ein Konzert der Toten Hosen wollten. Wir übernachteten nun eine Nacht auf dem Campingplatz. Der Besitzer, Pächter oder was auch immer er genau war und vielleicht immer noch ist, war ein Fan von VW Bussen. Insbesondere des T3 Syncros. So wusste er auch die eine oder andere Offroadgeschichte zu erzählen. Der Camping ist schön gelegen am Rhein und um das Gelände gibt es einen Spazierweg mit kleinen Restaurants. Leider weiss ich den Namen des Campingplatzes nicht mehr.

So verbrachten wir einen schönen Tag und Abend in Düsseldorf.

Am Morgen hiess es dann Abschied nehmen von den anderen Zwei, mit dem Versprechen, uns auf dem Busfest in Malvern, wieder zu treffen.

Hoek Van Holland (Montag Tag 3)

Wir tuckerten also los nach Holland, genauer nach Hoek Van Holland um dort die Fähre von Stenaline nach Harwich, England zu erwischen. Wir fuhren wie immer auf gut Glück, ohne im Voraus zu buchen. Am Fährhafen angekommen, reihten wir uns in die Warteschlange und konnten am Schalter noch zwei Ticketts ergattern. Wir hatten wieder mal Schwein und durften mit.

Im Bauch der Fähre hatten wir ganz verrückte Gefährte neben unserem Bulli stehen. Ein rollender Sarg, eine Kutsche mit Motor und ein Trike mit Totenköpfen. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit mit den Besitzern zu sprechen, das hätte sicherlich eine Menge interessanter Gesprächsstoff gegeben.

Unsere erste Nacht in England

Wir schipperten nun rüber nach England und kamen im Dunkeln an. Als wir den Fährhafen verliessen, hörten wir ein klackern. Mister RoadTrip und ich sahen uns an und jagten dutzende Stossgebete gegen den Himmel, in der Hoffnung erhört zu werden. Wir hielten so schnell wir konnten an der Strassenseite an und begutachteten was es sein könnte. Nun, es war eine Schraube, die sich als blinder Passagier im Pneu des Bullis bequem­­­­­­­­ gemacht hatte. Glücklicherweise lag sie quer in den Profilrillen und hatte keinen Schaden angerichtet. Wir entfernten sie und konnten wieder weiterfahren. Zum Glück! Da unser Reserverad schön Zuhause geblieben war und nicht mitkommen wollte. Das war unser eine Ding, dass wir vergessen hatten.

Es war dunkel, wir kannten uns nicht aus und waren auf der Suche nach einem Camping. Ich hatte irgendwo gelesen, dass es gleich in der Nähe des Hafens einen geben würde. Wir suchten und suchten und suchten… Nichts… Kein Camping weit und breit. Nicht mal ein Mensch den ICH, nicht Mister RoadTrip, nein ICH nach dem Weg hätte fragen können.

Nach einer Stunde Fahrt fuhren wir an einem Schild vorbei, der den Camping anzeigte. Voller Freude folgten wir dem Schild und kamen auch wirklich bis zur Schranke. Doch wie ihr wisst, kamen wir im Dunkeln an und das heisst, dass es auch schon ein wenig später war. Somit war der Campingplatz schon geschlossen und ein Stellplatz vor der Schranke gab es nicht. Wir fuhren noch ein wenig hin und her doch irgendwann wurde es uns zu blöd weiter zu suchen, da wir wussten, wenn dieser schon geschlossen hatte, würden die anderen auch nicht mehr geöffnet sein.
So suchten wir uns eine Ausbuchtung an der Hauptstrasse, fuhren an die Seite und hieften unsere Fahrräder wieder von links nach rechts und von hinten nach vorne, bis wir unseren Schlafplatz für uns hatten. Müde legten wir uns nieder und schliefen bis die ersten Sonnenstrahlen, oder eher der Berufsverkehr, an einer der meistbefahrensten Strassen Englands, uns weckte.

Dienstag (Tag 4)

Einigermassen ausgeruht begrüssten wir England und machten uns auf den Weg in den nächsten Starbugs. Kaffee und eine Toilette am Morgen…

Hallo Welt, Willkommen zurück im Leben!

Gestärkt fuhren wir in Richtung Malvern. Durch kleine Dörfchen und schmale Strassen. Wir mussten noch unsere Vorräte aufstocken und in Ledbury fanden wir dann auch einen grossen Supermarkt. Auf dem Weg dorthin, mussten wir uns unterwegs erst noch mit streitlustigen Rebhühnern auseindandersetzen, die ihre Strasse verteidigten und wäre das nicht schon genug, nein, die freiheitsliebende Schafherde musste auch erst noch wissen wen sie hier durchlassen sollte. Hart erkämpft und überaus hungrig stürmten wir nun den Supermarkt.

 

Stunden später und einige Pfund leichter, also in der Währung nicht im Gewicht, packten wir unsere Tüten in den Bulli und freuten uns auf den Campingplatz, den wir im Navi eingegeben hatten und laut Strassenverlauf nicht mehr weit sein konnte.
So kamen wir zum Camping and Caravaning Club Blackmore.

Nach einem kurzen Small Talk an der Rezeption, wurden wir zu unserem Platz gebracht. Wir waren nicht die einzigen Bullifahrer auf dem Platz. Anscheinend hatten wir einen beliebten Campingplatz gefunden, der als Anlaufstelle diente, bevor es zum Busfest nach Malvern gehen soll.
Wir blieben zwei Nächte und machten in dieser Zeit eine lustige Erfahrung, die sich durch die ganze Campingzeit von England zog. Während wir Abends gemütlich draussen sassen, unser Abendessen vorbereiteten und bei einem Glas Cider alles Mögliche diskutierten, wurde es um uns immer ruhiger und um 21.00 Uhr, waren wir noch die Einzigen die vor dem Fahrzeug sassen. Alle, aber wirklich alle, zogen sich in die Camper, Bullis oder Zelte zurück. Wir verstehen bis Heute nicht warum.

Mittwoch (Tag 5)

Um die nächsten Tage genügend Vorrat zu haben, gingen wir ins Dorf einkaufen. In einer Metzgerei kauften wir frisches Fleisch und Früchte, wie auch ein wenig Gemüse. Wie es sich gehört, durfte der Small Talk nicht zu kurz kommen. Wir wurden gefragt woher wir kommen, wie lange wir bleiben würden, wo wir schon überall waren und wo es noch hin soll.

Als wir sagten, dass unser nächstes Ziel das Busfest in Malvern sei, glänzten die Augen des älteren Herrns der neben uns stand. Sogleich fing er an zu erzählen, was so alles auf uns zukommen würde. Er kam nicht mehr aus dem Schwärmen raus und wir versicherten ihm, dass wir uns alles anschauen und an ihn denken würden.

Nach diesem herzlichen Gespräch ging es wieder zurück auf den Platz. Mit dem Fotoapparat bewaffnet zogen wir los um die Gegend ein wenig zu erkunden und den Tag mit Nichstun zu verbringen.

 

Abends lief es wieder so ab, wie am Dienstag. Kaum gingen die Lichter an auf dem Platz, verschwanden die Menschen. Nur wir trotzten den Gepflogenheiten und haben die Stille alleine vor unserem Bus genossen. Der letzte Abend bevor es Richtung Busfest ging.

Wie die Reise weiterging und wie wir das Busfest erlebt haben, folgt im nächsten Beitrag. Wird es sich lohnen das Busfest im nächsten Urlaub einzuplanen oder nicht? Seid gespannt!

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Comments 6

  1. Immer wieder schön, von Roadtrips zu lesen, denn da erlebt man doch wirklich die kuriosesten Dinge. Ich freue mich schon, wenn es für uns (vermutlich 2018) nach England und Schottland geht. Roadtrip natürlich – mit Suzuki, Eriba, dem Göttergatten und den Hunden.
    Aber was ist denn aus dem T2 geworden? Ein Traum, dieser Bulli!

    Herzliche Grüße von
    Kerstin

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      Oh toll! Ich würde so gerne nochmals nach England fahren. Schottland wie auch Irland gleich mit dazu… Hach… Habt ihr schon eine Route im Kopf?

      Mister RoadTrip hat sich lange überlegt den T2 trotz unserer geplanten Südamerika/ Weltreise zu behalten, doch letztendlich hat er sich doch dazu entschlossen ihn zu verkaufen. Der T2 ist aber in guten Händen. Das war uns wichtig. Jemand der ihn schätzt und auf ihn acht gibt.
      Ja, du hörst ein wenig Wehmut raus, doch es ist besser so…

      Herzliche Grüsse
      Veronica

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      1. Hey Veronica,

        ganz oben steht immer noch das Nordkap auf eigener Achse zu „erfahren“.
        Platz 2 ist sicherlich der Ostsee Roundtrip.
        Platz 3 Nordsee bist zum Mittelmeer an der Küste entlang.

        Dazwischen werden aber bestimmt noch ein paar Touren in Richtung Toscana, Ardeche oder Kroatien kommen.

        Wer weiß das schon so genau.

        Gruß

        Vasco

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