Uruguay mit VW Bus erleben und bereisen 3

RoadTrip-GirlUruguay, Welt bebummeln/Reisetagebuch 2 Comments

Wir sind nun schon einige Tage mit dem Bus unterwegs und es ist immer wieder spannend, wo es uns hintreibt. An diesem Tag wollen wir nach Punta del Diablo. Ein Hippiedörfchen am Meer. Wir fahren durch den Ort und Mitten im Zentrum findet sich ein grosser Parkplatz. Dort halten wir an und Frühstücken erst einmal ausgiebig. Dabei schauen wir den Surfern zu. Mich juckt es mächtig mir irgendwo ein Brett zu leihen und auch in die Wellen zu springen. Wenn ich dann aber an die Temperaturen denke, egal ob Wasser oder Luft, lasse ich es lieber sein. Es ist nun mal erst Frühlingsbeginn hier.

Hunde und Katzen In Uruguay

Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, haben wir Gesellschaft. Das ist nicht das erste Tier, dass bei uns sitzt. Egal wo wir bis jetzt waren, immer hat eine Katze oder einen Hund bei uns gesessen. Ihr denkt jetzt bestimmt, dass das von mir kommt. Falsch gedacht! Mister RoadTrip und ich haben vereinbart, dass wir kein Tier auf der Reise beachten, geschweige denn Füttern. Ja denkste! Wer hat als erster den Tieren gerufen? Mister RoadTrip! Nicht ich… Auch unser Futter wird mit den Tieren geteilt. Nicht meine Idee… Nun da es aber offensichtlich ist, dass wir unser Happa Happa teilen, geht es in den nächsten Supermarkt und dort wird erst einmal Katzenfutter gekauft. Das fressen Hunde auch und somit passt das für alle. Was mir aber auffällt hier in Uruguay, alle Hunde und Katzen sind gut genährt und auch das Fell ist mehrheitlich glänzend und gepflegt. Man weiss nicht, ob es wirklich Streuner sind, oder einfach nur Tiere die betteln. Ich denke das Bild der Tiere wird sich auf unserer Reise noch ändern, doch hier geht es den Fellnasen gut.

St. Theresa

Nachdem wir drei nun fertig gefrühstückt haben, trennen sich unsere Wege wieder und für uns geht es weiter nach St. Theresa. Ein weiterer Nationalpark. Dort dürfen wir auch mit unserem VW Bus rein. Wir durchfahren den Park, machen halt bei einem Streichelzoo, gehen weiter an den Strand und sehen uns noch die Festung Fortalezza an. Doch der Camping wie auch der Nationalpark selbst, überzeugt uns nicht wirklich. Kein Platz an dem wir übernachten wollen. (Hätten wir gewusst, wo unser nächster Übernachtungsplatz liegen würde, wären wir sehr wahrscheinlich geblieben.)

Irgendwo in der Pampa

Wir tuckern gemütlich vor uns hin und halten gleichzeitig Ausschau nach einem Übernachtungsplatz. Da der Winter hier sehr viel Regen mitgebracht hatte, stehen nun einige Teile des Landes noch immer unter Wasser. Manchmal sieht man auch ein Hausdach aus einem See oder Fluss ragen. Das sind Momente, in denen man sehen kann, wie unberechenbar die Natur sein kann. Von Jetzt auf gleich ist das Dach über dem Kopf einfach weg. Doch das Leben für die Menschen geht weiter und sie zimmern sich schon die nächste Hütte zurecht. Mein Respekt!

Tankstelle mit WIFI

Langsam wird es eng mit unserem Tagesziel und wir einigen uns, an einer Tankstelle zu übernachten. So haben wir vielleicht auch das Glück und haben wieder einmal Internet. Wir steuern die nächste Tankstelle an und ich gehe zum Hot Dog Jungen, um ihn zu fragen, ob wir die Nacht hier stehen dürfen. Dieser verweist mich an einen anderen und geht mit mir zu demjenigen hin. Dieser wiederum meinte, das könne er nicht entscheiden und wir gehen zu dritt zum nächsten Typen. Da mischt sich eine Kundin ein und will mir helfen. Zu guter Letzt steht eine ganze Menschentraube um mich rum und jeder will helfen. Dabei möchte ich doch nur wissen, ob wir hier stehen bleiben können, ohne dass jemand misstrauisch wird und die Polizei holt. Endlich kommt der Chef der Tankstelle hinzu und bestätigt mir, dass wir hierbleiben dürfen. So kann ein Übernachtungsplatz auch sein. Bei einer Tankstelle die 24h Betrieb hat. Laut, stinkend, doch dafür mit WIFI…

Unser nächster Platz ist dafür um so schöner. Doch davon mehr in Teil 4…

Comments 2

  1. Haha, das mit den Tieren kommt mir so bekannt vor! Hab mir auch vorgenommen, dass ich mich von den Streunern und Bettlern fernhalte und doch werfe ich immer wieder den unterschiedlichsten Viechern Häppchen zu und spreche mit denen… (ja, wenn man alleine unterwegs ist, kommen ganz komische Seiten hervor…)
    Zuletzt habe ich auf einem Camp in Dänemark Kaninchen zu meinem Bus gelockt und gefüttert…

    1. Post
      Author

      Ja nicht wahr? Diese Woche hatten wir eine Schweinefamilie, Hühner, Schafe und Hunde als „Haustiere“. Hätte es Kaninchen gegeben, wären die sicherlich auch zu Haustieren gemacht worden! Lach!

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