Juhuuu! Wir haben unseren Stitch wieder! Nach einigen Büro Aufenthalten, verschafft uns Eduardo endlich unseren geliebten VW Bus wieder. Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt im Film, wollte die Plombe sich nicht so ohne weiteres lösen lassen. Doch trotz alledem, haben wir nun unser Fahrzeug wieder. Ohne Probleme kommen wir durch den Zoll und dürfen nun losdüsen in die grosse, weite Welt Südamerikas. …oder einfach auf dem schnellsten Weg ins Paraiso Suizo. Der Treffpunkt der meisten Overlander bei der Ankunft des Fahrzeugs oder vor der Abreise.
Der Weg zum Paraiso Suizo
Das Brummen des Motors und der Geruch im Fahrzeug Innern gibt uns gleich das Gefühl Zuhause zu sein. Wir tuckern nun los und fahren und fahren… Langsam aber sicher wird es dunkel und uns beschleicht ein mulmiges Gefühl. Sind wir wirklich richtig gefahren? Hätten wir nicht doch irgendwo abbiegen müssen? So clever wie wir sind, machen wir einen Stop bei einer Tankstelle. Dort hat es ja meist WiFi. Doch diesmal nicht! Da wir ja so schlau sind, fragen wir einfach einmal Tante Google und verbraten innerhalb von 5 Minuten 100 CHF. Tja und wo wir hinmüssen wissen wir immer noch nicht. Das haben wir wirklich toll hinbekommen!
Ich steige aus dem Bus und gehe in die Tankstelle rein. Mit meinem gebrochenen Spanisch und einem Hundeblick, frage ich nach dem Weg. Schnell führt derjenige hinter dem Tresen mich zu seinem Freund und dieser erklärt mir, dass wir nur noch 20 Kilometer weiterfahren müssen und auf der rechten Seite sei ein riesengrosses Schild. Nicht zu übersehen. Ja so haben wir unser Lehrgeld bezahlt. Erst fragen und dann googeln, nicht umgekehrt!
Wir fahren weiter und es ist schon dunkel. Wir kucken uns fast die Augen aus nach dem Schild. Im letzten Moment sehen wir es und da niemand hinter uns fährt, wird einmal kräftig auf die Bremse gedrückt und scharf abgebogen. Nach einigen Metern stehen wir vor dem Campingplatz. Es wird eine Tür geöffnet und Heinz kommt zu uns raus. Wir werden herzlichst begrüsst und fühlen uns sofort wohl. Das kleine Restaurant ist geöffnet und wird von Sylvia, der Lebensgefährtin von Heinz, bedient. Mit dabei die drei Katzen, welche eine sich schnell den Platz auf meinen Beinen reservierte.
Wir lernen Willi und Eva kennen, die beim Raclette und einem Glas Wein sitzen. Sie sind seit einigen Jahren in Südamerika unterwegs und schon bekommen wir die ersten Tipps. Sie fahren am nächsten Tag weiter und wir werden sicherlich unter reisemomente.at ihre Geschichten verfolgen.
Unser erstes Abendessen im Bus ist ein wenig provisorisch, da wir noch nicht so richtig einkaufen waren. Doch Nudeln mit Tomatensauce kann man immer essen, oder?
Am nächsten Tag, nachdem uns Heinz warme, selbstgebackene Brote fürs Frühstück vorbeibringt, treffen wir unsere Nachbarn, die im Duro mit SZ Nummer unterwegs sind. Als wir uns begrüssen, merken wir jedoch schnell, dass wir ursprünglich aus der gleichen Ecke der Schweiz kommen. Lustig wie klein die Welt doch ist. Mit Anita und Roger verbringen wir eine tolle Zeit im Paraiso. Ihre Südamerika Reise ist nun nach 3 Jahren zu Ende. Wir bekommen Tipps, Tricks, ihre restlichen Lebensmittel die sie nun nicht mehr brauchen und auch einige Münzen aus den verschiedenen Ländern. Unter nichtswieweg.ch Team Gaucho kann man ihre Abenteuer und viele nützliche Infos nachlesen. Leider liessen sie sich trotz der nur 50 Euro Umbuchungsgebühr nicht überreden, noch ein wenig länger in Südamerika zu bleiben.
Fondue essen im Paraiso Suizo
Ina und Hans Joachim (ich hoffe die Namen stimmen, bin leider nicht so ein Genie im Namen merken), sind ein Paar aus Deutschland. Sie haben ihren liebevoll genannten Joghurtbecher bei Heinz auf dem Platz stehen gehabt und sind nun zurückgekehrt, um Brasilien zu erkunden. Zum krönenden Abschluss von uns allen, gibt es ein Fondue. Ina feiert ihren sechzigsten Geburtstag. Da sie noch nie Fondue hatte, ist es nun endlich an der Zeit, dieses Gericht zu kosten. Es ist eine fröhliche Runde mit tollen Gesprächen und die Zeit vergeht wie im Flug. Es war schön euch kennenzulernen!
Für uns geht es nach drei Nächte auf dem Paraiso Suizo weiter. Dank der vielen guten Tipps, haben wir nun auch maps.me installiert. Eine Karten-App die man offline benutzen kann. So das wir nicht mehr auf das Internet angewiesen sind. Darüber werde ich noch berichten.
Unsere erste Nacht die wir frei stehen in Uruguay
Wir entschliessen uns, der Küste entlang zu fahren. Wir haben in der Schweiz Punkte gesetzt auf Google Maps und ein Punkt der Mister RoadTrip gesetzt hat, ist ganz in der Nähe. Also nichts wie rauf, auf den Pan de Azucar. Wir fahren durch kleine Dörfer und an weiten Feldern vorbei, auf denen Kühe grasen. Immer der Nase nach. Schon bald ist es angeschrieben. Wir sind auf dem richtigen Weg. Einmal noch um eine Kurve und schon sind wir da. Ein Nationalpark denken wir uns. Wir fahren zum Eingang und staunen. Das ist ein Zoo! Na ja, das ist nicht wirklich das, was wir uns ansehen wollen und fahren weiter. Auf der Strecke nach Piriapolis, machen wir einen kleinen Halt in San Francisco
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Wir schmieren uns Sandwiches und sehen wie ein Motorrad an uns vorbei fährt das ziemlichen Rauch mit sich zieht. Schon züngeln kleine Flammen an der Verschalung hoch. Der Fahrer wendet und lässt es einige Meter entfernt von uns in eine Wasserlache fallen. Es steigt immer mehr Rauch auf und der Fahrer versucht das Motorrad zu löschen. Geistesgegenwärtig drücke ich Mister RoadTrip eine Flasche Wasser in die Hand und er rennt gleich los und hilft mit, das Motorrad zu löschen. Mit vereintem Einsatz schaffen es die zwei. Glücklich das alles glimpflich ablief, bedankt sich der Motorradfahrer bei Mister RoadTrip und fährt, nach einigen Versuchen das Teil zu starten, weiter. Glück im Unglück!
Chihuahua
Wir machen uns auch auf den Weg, um unseren Platz für die Nacht zu suchen. Auf der Karte sehe ich ein Ort der Chihuahua heisst. Da eine Freundin von mir meinte, wir sollen unbedingt nach Chihuahua in Mexiko, finde ich es passend, auch das Chihuahua in Uruguay zu besuchen.
Wir fahren an den Strand über eine Buckelpiste. Immer weiter in die Dünen rein, bis wir an einen Fluss kommen. Mister RoadTrip hat die ganze Zeit ein Grinsen im Gesicht, da es der perfekte Sandkasten für grosse Jungs ist. Wir stellen dann auch schnell fest, dass das andere auch so sehen und stehen mitten auf einer grossen Motocross Piste.
Während um uns rum gefahren wird, nimmt Mister RoadTrip seine Angelrute raus und geht fischen. Keine fünf Minuten später kommt er mit zwei Fischen in der Hand an. Unser Abendessen besteht nun also aus frischem Fisch und ein wenig Obst und Gemüse. Lecker!
Ob wir die nächsten Tage auch so schön stehen können? Lassen wir uns überraschen…
Campingplatz Paraiso Suizo
Camper ohne Strom und inklusive 1 Person USD 15.- pro Tag
Weitere Person USD 8.- pro Tag
WiFi Hervorragend









Comments 6
Guten Morgen ihr beiden 🙂
Wahnsinn was ihr in so kurzer Zeit schon alles erlebt habt. Es macht Spaß das alles zu lesen und mitzuverfolgen 🙂 Ich freue mich schon auf eure nächsten Abenteuer. Viel Spaß! :*
Author
Hallooooo 🙂
ja es ist der Wahnsinn was wir schon alles erleben durften!
Dankeschön und auch dir Allzeit gute Fahrt!
Na denn mal los ins Südamerikanische Abenteuer. Ich bin auf die ersten Eindrücke gespannt, die ihr so nicht in Europa bekommen hättet – also typisch südamerikanisch sind. Vorerst sieht das ja aus wie in Süd-frankreich? Dschungel! Anden! Atacama ! Achtung , wir kommen!
Author
Im Moment ja… Sind auch noch in Uruguay, das ist sehr Europa ähnlich, aber toll!
Wow,… was für ein „Fernweh-machender“ Bericht!
Euch alles Gute und viele spannende Begegnungen.
Seit behütet!
Author
Herzlichen Dank!